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Nidwalden: Letzte Prüfung für das Sanierungsprojekt Kehrsitenstrasse

Sowohl das Sanierungsprojekt für die Kehrsitenstrasse als auch das Transportkonzept gaben einiges zu reden. Mit der öffentlichen Auflage des Bauprojekts kommt man der Realisierung einen grossen Schritt näher.
Philipp Unterschütz
Die Kehrsitenstrasse Stansstad soll saniert werden. Visualisierung zeigt Massnahmen wie Ausbuchtungen oder Langsamverkehrsnischen. (Bild: PD)

Die Kehrsitenstrasse Stansstad soll saniert werden. Visualisierung zeigt Massnahmen wie Ausbuchtungen oder Langsamverkehrsnischen. (Bild: PD)

Die Sanierung der Kehrsiten­strasse soll im November beginnen. Seit vergangenem Donnerstag liegt das Ausführungsprojekt bei der Gemeindeverwaltung Stansstad, bei der Landwirtschafts- und Umweltdirektion sowie bei der Baudirektion in Stans für 30 Tage öffentlich auf.

Gegenüber dem Projekt, für das der Landrat im vergangenen Juni insgesamt 16,4 Millionen Franken bewilligte, gab es laut Baudirektor Josef Niederberger keine wesentlichen Änderungen mehr. Das Projekt erstreckt sich vom General-Guisan-Quai in Stansstad bis zur Kapelle Kehrsiten. Dabei werden der Steinschlagschutz und die Verkehrsqualität verbessert, Schutzeinrichtungen für Amphibien gebaut und die Strasse instand gesetzt. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit gibt es total 25 Ausweichstellen, davon erlauben 14 die Kreuzung von Autos, während 11 dem Langsamverkehr dienen, das heisst, es ist sicheres Kreuzen von Autos und Velos möglich. «Ich bin zuversichtlich, dass keine Einwendungen eingehen und wir plangemäss im November beginnen können», sagt Josef Niederberger.

Ausschreibung Transportkonzept ist in Arbeit

Nicht zur Auflage gehört das Transportkonzept. Dieses ist nur insofern von der Auflage betroffen, als darin auch eine vorübergehende Benutzung des Seegebietes für die Anlegestation der Autofähre enthalten ist. Mittlerweile ist das Transportkonzept, das den Einsatz einer Autofähre, sowie Shuttle- und Rufboote vorsieht und gegenüber den ursprünglichen Schätzungen Mehrkosten von rund 700000 Franken aufwies (wir berichteten), von der Regierung genehmigt. «Die von der Regierung verlangte Prüfung der Kosten hat gezeigt, dass wir das Kostendach von 16,4 Millionen einhalten können», erklärt der Baudirektor.

Weil die Fähre nur im Winter verfügbar ist, muss die Sanierung in zwei Etappen erfolgen: gebaut werden soll vom November 2019 bis im April 2020 und vom Oktober 2020 bis April 2021.

Die Ausschreibung der verschiedenen Teile des Transportkonzepts ist in Arbeit. Laut Josef Niederberger werden nun vorerst gemeinsam mit dem Gemeinderat die genaueren Transportzeiten und -bedingungen für Fähre und Shuttles definiert und am 14. Mai erfolgt die Information der Kehrsiter Bevölkerung.

Die Begleitgruppe ist zufrieden

«Wir freuen uns, dass nach jahrelangem Bemühen um bessere Sicherheit auf der Kehrsitenstrasse das Projekt nun aufgelegt wurde und mit dem Bau im November dieses Jahres begonnen werden soll», sagt die Kehrsiter FDP-Landrätin Lilian Lauterburg, die auch Mitglied in der Begleitgruppe Kehrsiten­strasse ist, auf Anfrage. Man nehme mit Befriedigung zur Kenntnis, dass die vier dringend notwendigen, zusätzlichen Ausweichstellen im aufgelegten Projekt enthalten seien. Diese würden den Verkehr vor allem für ortsunkundige Autofahrer erleichtern. Gleichzeitig werde die Sicherheit für die Fussgänger erhöht, weil weniger Rückwärtsfahrten notwendig sind.

Auch mit dem Transportkonzept zeigt sich die Gruppe zufrieden: «Mit dem Fährbetrieb, der nicht nur günstiger ist als der Transport mit Schiff und Nauen, sondern auch viele Probleme löst wie Transporte in Kehrsiten selber oder besserer Zugang zum Schiff für Personen im Rollstuhl, konnte eine gute Transportlösung gefunden werden.» Natürlich werde es für die Bevölkerung während der Bauzeit dennoch starke Einschränkungen geben, meint Lilian Lauterburg. «Aber mit der Aussicht, in zwei Jahren eine sicherere Strasse zur Verfügung zu haben, nimmt man solche Beschwerlichkeiten in Kauf.» Die Begleitgruppe danke insbesondere dem Projektleiter für die gute Zusammenarbeit. (unp)

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