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NIDWALDEN: Lichtsignal soll Entspannung bringen

Wegen einer Baustelle in Stans fahren mehr Autos aus der Richtung Engelberg zum Kreisel Kreuzstrasse. Das bekommen vor allem die Berufspendler zu spüren. Polizei und Baudirektion wollen die Situation verbessern.
Martin Uebelhart
Bild: Archiv Luzerner Zeitung

Bild: Archiv Luzerner Zeitung

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

Ganze 50 Minuten anstatt der knappen Viertelstunde habe er am Mittwochmorgen für seinen Arbeitsweg von Dallenwil nach Buochs gebraucht, liess ein Automobilist unsere Zeitung wissen. Und er war nicht der Einzige, dessen Geduld auf die Probe gestellt wurde. «Auch bei uns haben sich an dem Tag zahlreiche Autofahrer gemeldet, die ihren Unmut über die Situation bekundet haben», sagt Pius Bernasconi, stellvertretender Leiter der Verkehrs- und Sicherheitspolizei.

Vor allem zu den Hauptverkehrszeiten gebe es täglich kleine Rückstaus aus Richtung Engelberg beim Doppelkreisel Kreuzstrasse. Auch der Rückreiseverkehr von Sportlern und Ausflüglern mache sich insbesondere an schönen Wochenenden durch Stockungen bemerkbar. Derzeit wird diese Situation durch die Baustelle in der Engelbergstrasse in Stans noch verschärft. Dort herrschte bis am Donnerstag Einbahnverkehr. Jene Fahrzeuge, die sonst den Weg durch das Dorf Stans nahmen, mussten ebenfalls den Knotenpunkt Kreuzstrasse befahren.

Laut Richard Blättler, Abteilungsleiter Kantonsstrassen im für die Baustelle verantwortlichen Amt für Mobilität bei der Baudirektion, fahren normalerweise rund 6500 Fahrzeuge pro Tag aus Richtung Engelberg über den Kreisel Kreuzstrasse. «Wegen der Einbahnregelung in der Engelbergstrasse kamen noch einmal rund 2000 Autos dazu», hält er fest. Diese 25 bis 30 Prozent Mehrverkehr würden insbesondere zu den Stosszeiten die Kapazität des Kreisels übersteigen, so Blättler.

Verkehrsdienst bewährte sich nicht

Angeregt von verschiedener Seite, versuchte die Polizei in Absprache mit dem Amt für Mobilität die Situation mit einem Verkehrsdienst zu verbessern. «Das war aber eher kontraproduktiv», sagt Pius Bernasconi. Das Ergebnis habe die Skepsis der Polizei gegenüber diesem Vorschlag bestätigt. «Der Verkehrsdienst hat versucht, die Autos vom Engelberger Ast des Kreisels zeitweise zu bevorzugen. Das führte innert kürzester Zeit zu Problemen auf den anderen drei Zufahrtsrichtungen.» Insbesondere bei der Autobahnausfahrt Stans Nord in Richtung Süden habe sich ein Rückstau bis auf die Autobahn gebildet, so Bernasconi. «Aus dieser Richtung kommen zu den Spitzenzeiten ebenfalls viele Autos von Leuten, die von ausserhalb zum Beispiel in die Pilatuswerke zur Arbeit fahren wollen.»

Zum Teil hätten die Automobilisten bei der Ausfahrt auf den Pannenstreifen fahren müssen. «Das ist eine sehr gefährliche Situation». Aus diesem Grund habe man den Versuch mit der Verkehrsregelung beim Kreisel auch umgehend wieder abgebrochen, betont Bernasconi. Beobachtet hat die Polizei auch Fahrzeuge, die den Stau bei der Abzweigung Wydacher via Engelbergstrasse, Wilrank und Wilstrasse umfahren wollten. «Diese fuhren dann in den Kreisel Oberdorf ein. Weil jedoch der Verkehr in Richtung Kreuzstrasse stockte, wurde so der ganze Kreisel blockiert.» Ein Augenschein der Polizei am Donnerstag habe ergeben, dass sich die Situation dort entspannt habe, berichtet Bernasconi. «Wir konnten beobachten, dass sich die Leute mit der Situation etwas arrangiert haben und sich im Reissverschlusssystem gegenseitig fahren liessen.»

Einbahnverkehr aufgehoben

Seit Donnerstagmittag gilt auf der Baustelle in der Engelbergtrasse das Einbahnregime nicht mehr. «Wir haben eine Lichtsignalanlage installiert und führen den Verkehr nun wechselseitig auf einer Spur an der Baustelle vorbei», sagt Richard Blättler. Damit kann der Verkehr auch wieder Richtung Stans fliessen. Blättler geht davon aus, dass sich die Situation über die Ostertage etwas entschärfen werde, da insbesondere der Berufsverkehr nicht unterwegs sei.

«Die Nagelprobe wird der Dienstagmorgen sein», so Blättler. «Sollte das Lichtsignal nicht die gewünschte Wirkung haben, überlegen wir uns, den Einbahnverkehr in die umgekehrte Richtung zu signalisieren.» Dann müssten jedoch neue Haltemöglichkeiten für den Postautoverkehr gefunden werden. «Und wenn jemand zu spät realisiert, dass ab der Baustelle Einbahnverkehr herrscht, gibt es dort kaum eine Möglichkeit zum Wenden», gibt Blättler zu bedenken. Das Amt für Mobilität analysiere zusammen mit der Polizei laufend die Situation und sei bestrebt, die Auswirkungen der Baustelle möglichst gering zu halten.

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