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NIDWALDEN / LUZERN: Stansstad steigt auf Nextbike-Sattel

Ab sofort können auch in Stansstad Velos ausgeliehen werden – kostenlos in den ersten vier Stunden. Mit der nun durchgehenden Linie zwischen Stans und Luzern hoffen die beteiligten Gemeinden, dass die Region vermehrt per Velo erkundet wird.
Oliver Mattmann
Gemeinde-Geschäftsführer Lukas Liem und seine Stellvertreterin Elvira Oggier bei der Nextbike-Station vor der Sust. (Bild: Corinne Glanzmann (Stansstad, 22. März 2017))

Gemeinde-Geschäftsführer Lukas Liem und seine Stellvertreterin Elvira Oggier bei der Nextbike-Station vor der Sust. (Bild: Corinne Glanzmann (Stansstad, 22. März 2017))

Oliver Mattmann

oliver.mattmann@nidwaldnerzeitung.ch


Hergiswil kennt es schon länger, Stans hat es erst lanciert, und seit einigen Tagen ist es auch in Stansstad möglich, Nextbikes zu mieten. Nach einer einmaligen Registrierung können an acht Standorten in Stansstad selber und zwei weiteren in Kehrsiten insgesamt 30 Velos ausgeliehen werden. «Die Einführung von Nextbike ist ein Bekenntnis zur Energiestadt», sagt Lukas Liem, Geschäftsführer der Gemeinde. Als solche wolle man Mobilitätsangebote fördern, die kein CO2 produzieren und keinen Strom verbrauchen.

Liem sieht das Angebot auch als Service für Bevölkerung und Touristen. So sind momentan die ersten vier Stunden Miete gratis, für jede weitere Stunde zahlt der Nutzer 2 Franken. Die übrigen Kosten übernimmt die Gemeinde. Sie hat fürs erste Jahr – die Saison dauert von Mitte März bis Ende November – rund 20000 Franken budgetiert. Darin eingeschlossen sind Kosten für Ausleihe und Wartung der Velos sowie Garagierung im Winter. Dafür zuständig ist die Caritas Luzern. Sie sammelt auch die Velos an den Endpunkten ein und bringt sie zu ihrem Standort zurück, damit möglichst lückenlos überall Velos zur Verfügung stehen.

Kampagne lanciert, um Angebot zu pushen

Genau darin sieht Lukas Liem einen der Vorteile des Systems. Kunden müssen das Velo nicht am gleichen Ort zurückbringen, sondern können es an einer x-beliebigen Nextbike-Station hinstellen. Mit der inzwischen durchgehenden Linie von Stans über Luzern bis nach Sursee «erhoffen wir uns, dass das Angebot einen noch grösseren Kreis ansprechen wird». Vor allem aus touristischer Sicht sei es attraktiv, mit dem Velo etwa von Stansstad nach Luzern zu fahren und mit Schiff oder Zug zurück.

Mit der Kampagne «Take a bike», die gestern den Medien in Hergiswil präsentiert wurde, soll die durchgehende Linie nun offensiv beworben werden. Die jeweils drei beteiligten Nidwaldner und Luzerner Gemeinden (Stans, Stansstad, Hergiswil, Horw, Luzern, Sursee) werden es bis Mitte Mai – einzelne Standorte sind noch im Aufbau – auf 135 Stationen mit 570 Velos bringen. Weitere Stationen befinden sich auch in Ebikon, Emmen und Kriens.

Der Luzerner Stadtrat Adrian Borgula ortet darin nicht nur touristisches Potenzial, sondern auch eine Möglichkeit, sich auf gesunde Art fortzubewegen. «Und gerade im Stadtverkehr ist man mit dem Velo oft schneller unterwegs», sagte er in Hergiswil. Überdies werde ein Beitrag zum Energiesparen und an den Klimaschutz geleistet. Die Stadt Luzern kennt Nextbike seit acht Jahren. «Ich staune, wie gut das Angebot läuft», so Borgula. Mit der Kampagne wolle man einen weiteren Schritt machen. Im Visier habe man auch junge Leute, bei denen Velofahren nicht mehr so verbreitet sei. Wenige Kilometer entfernt, auf dem Lande, ist es scheinbar gerade umgekehrt. «Es ist erfreulich, wie viele junge Personen das Angebot nutzen», sagt Hergiswils Gemeindepräsident Remo Zberg. Insgesamt habe man im ersten Jahr 500 Registrierungen und rund 2500 Fahrten gezählt. «Wir erachten dies als Erfolg.» Da man bei der Registrierung Personalien und Kreditkartenangaben angeben müsse, sei es auch zu keinen Velodiebstählen gekommen. Es sei zudem ein «sehr sympathischer Nebeneffekt», dass mit dem Dienst der Caritas Luzern Arbeitslose und Sozialhilfebezüger aktiv eingebunden würden.

Gespannt, wie sich Nachfrage entwickelt

Überrascht, wie gut das Angebot anläuft, ist auch der Stanser Gemeinderat Lukas Arnold. «Bereits in der ersten Woche haben wir mehr Ausleihen registriert, als wir in einem ganzen Jahr mit den bisherigen eigenen fünf Energiestadt-Velos hatten.» In Stansstad ist das Angebot vorerst unbefristet. Liem: «Wir beobachten, wie sich die Nachfrage in den ersten zwei Jahren entwickelt.» Sollte diese keine vernünftige Grösse erreichen, werde man prüfen, wie man mit dem Angebot weiterfahre.

Hinweis

Weitere Infos zu Angebot und Standorten auf www.stansstad.ch oder www.takeabike.ch.

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