Nidwalden macht mit Steuern Boden gut

Während Nidwalden noch stark zulegt, flacht die Kurve der Firmenneugründungen in Obwalden langsam ab. Für die dortige Standortpromotion kein Grund zur Panik.

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Gewerbegebiet Galgenried in Stans. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 15. Oktober 2012))

Gewerbegebiet Galgenried in Stans. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 15. Oktober 2012))

Der Wirtschaftsstandort Nidwalden boomt. Diesen Eindruck erhält man zumindest, wenn man die Statistik der Firmengründungen beizieht. Demnach wurden allein von Januar bis Ende September 239 neue Unternehmen ins Handelsregister eingetragen. Sie stossen zu den rund 4000 bestehenden dazu. Philipp Zumbühl von der Wirtschaftsförderung des Kantons Nidwalden führt dies einerseits auf die neue Steuerstrategie mit Lizenzbox zurück, welche seit 1. Januar 2011 in Kraft ist. Seither können Unternehmen Erträge aus Lizenzen wie Patente, Markenrechte, Filmrechte zu einem massiv vergünstigten Satz versteuern.

«Bei vielen Branchen sind aber die Steuern nicht das erste Kriterium. Wir sind kein Steuerparadies und müssen nicht immer mit den Billigsten mithalten. Wir wollen bewusst den Steuerwettbewerb nicht weiter anheizen», schränkt Philipp Zumbühl ein.

Flachere Zunahme in Obwalden

Im Kanton Obwalden gab es im laufenden Jahr noch 206 Neugründungen, 22 Prozent weniger als in den ersten 9 Monaten des Vorjahres. «Vergleicht man diese Zahlen nicht nur mit 2011, sondern auch mit 2010, sind wir absolut auf Kurs», sagt Martha Bächler, Geschäftsführerin der Standortpromotion in Obwalden. «2011 war ein absolutes Spitzenjahr, diese Entwicklung war vorhersehbar und ist nicht dramatisch.» Ende Jahr waren 3951 Firmen eingetragen. Wenn die übrigen Kantone das Steuergesetz änderten, habe das zwangsläufig Einfluss auf Obwalden. Zudem sei nach Jahren des Wachstums eine Abflachung absehbar gewesen.

Matthias Piazza

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