Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NIDWALDEN: Mehr Bauland nötig

Wo soll der Kanton wachsen, wo soll man wohnen, wo arbeiten? Der Richtplan des Kantons steht nun bis Februar zur Diskussion.
Markus von Rotz
Auch hier ist begehrter Wohnraum knapp: Mehrfamilienhäuser in Ennetbürgen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Auch hier ist begehrter Wohnraum knapp: Mehrfamilienhäuser in Ennetbürgen. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Bis 13. Februar 2016 haben Interessierte Zeit, sich zur künftigen Siedlungs- und Planungsentwicklung des Kantons Nidwalden, will heissen zur Teilrevision des kantonalen Richtplans, zu äussern. Die Unterlagen sind seit gestern im Internet aufgeschaltet. Die Ergebnisse fliessen bei Bedarf in den Revisionsentwurf ein, der voraussichtlich im Mai 2016 dem Landrat zur Genehmigung vorgelegt wird. Sobald der Bundesrat das Werk genehmigt, kann das heute noch geltende Einzonungsmoratorium aufgehoben werden.

Dieses Moratorium gilt, seit das Schweizer Volk im März 2013 das neue Raumplanungsgesetz angenommen hat und bedeutet, dass Einzonungen vorderhand nur bei einer flächengleichen Auszonung andernorts erlaubt sind. Die neuen Vorgaben des Bundes bestimmen den Spielraum bezüglich gesamter Grösse der Bauzonen auf kantonaler Ebene.

Bauzonenreserven knapp

In seiner Analyse im erläuternden Bericht kommt der Kanton zum Schluss, dass man mit einer konzentrierten Siedlungsentwicklung dem starken Druck auf den Raum Stans/Stansstad/Oberdorf/Dallenwil, die Region Buochs/Ennetbürgen und die Hanglagen praktisch im ganzen Kanton reagieren müsse. Bauzonenreserven an zentraler Lage seien knapp, anderseits gebe es Gemeinden mit einem Überangebot an Bauzonen, namentlich Emmetten, Ennetbürgen und Wolfenschiessen.

Sehr wenig Leerwohnungen

Ferner seien die Bauzonenreserven teilweise ungenügend verfügbar. Es müsse auch darauf geachtet werden, die Bauzonen besser mit dem öffentlichen Verkehr zu erschliessen. Schliesslich wolle man ein ausgewogenes Wohnungsangebot. Nicht weniger als sechs Gemeinden hätten derzeit weniger als 1 Prozent Leerwohnungen, vor allem brauche es auch ein gutes Angebot für mittlere und untere Einkommen – das forderte das Volk vom Kanton ja auch mit der Annahme einer Initiative. Schliesslich wohnen auch in Nidwalden wie schweizweit immer weniger Personen in einer Wohnung.

5000 Einwohner mehr

Der Kanton richtet sich auf eine Zunahme der Bevölkerung von 41 800 (2013) auf 46 900 im Jahr 2030 ein. Für die gleiche Zeitperiode geht er von 14 Prozent oder 3200 zusätzlichen Beschäftigten sprich Arbeitsplätzen aus. Das erfordere allein für Wohnraum 70 zusätzliche Hektaren Land, allein 16 in Stans. Allerdings sollte es möglich sein, diesen Bedarf durch Bauzonenreserven und verdichtetes Bauen auf 4 Hektaren zu senken. Das gewählte Wachstumsszenario erlaube es, zusätzliche Bauzonen auszuscheiden. Gleichzeitig sind die Gemeinden gehalten, Auszonungen in ihrem Gebiet zu prüfen, wie es im Richtplanentwurf weiter heisst.

14 Prozent mehr Arbeitsplätze werden allerdings als «sehr anspruchsvolles Ziel» bezeichnet, nahm doch die Zahl der Beschäftigten in den letzten zehn Jahren nur leicht zu. Die stärkste Zunahme hatte Stans (plus 783 oder 9,6 Prozent), die stärkste Abnahme Stansstad (minus 613 oder 22,6 Prozent). Letzteres sei allerdings unter anderem durch die Grossbaustelle Kirchenwaldtunnel begründet.

Markus von Rotz

Richtplan: Alle Dokumente dazu finden Sie unter www.nidwaldnerzeitung.ch/bonus

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.