NIDWALDEN: Mehr Begegnungen, weniger Schalter

Modernere Geschäftsstellen und mehr Bancomaten: Die NKB will sich den ändernden Kundenbedürfnissen anpassen.

Philipp Unterschütz
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Die NKB-Filiale in Stansstad dient als Vorbild für die Umbauten der anderen Geschäftsstellen. Das Bild entstand anlässlich der Eröffnung im Mai 2014. (Bild Martin Uebelhart)

Die NKB-Filiale in Stansstad dient als Vorbild für die Umbauten der anderen Geschäftsstellen. Das Bild entstand anlässlich der Eröffnung im Mai 2014. (Bild Martin Uebelhart)

Philipp Unterschütz

Der Geschäftsgang der Nidwaldner Kantonalbank (NKB) verläuft plangemäss. Ende Januar konnte sie ein sehr gutes Jahresergebnis bekannt geben – dies in einem fordernden Umfeld. Aber auch die NKB spürt die Änderungen, die sich durch viele technische Möglichkeiten ergeben haben. Die Kundenbedürfnisse ändern sich. «Der Bedarf für Transaktionen mit Bargeld am Schalter nimmt eher ab. Immer mehr Leute bezahlen Rechnungen heute online», sagt Medienverantwortliche Nicole Blättler.

Den veränderten Bedürfnissen will die NKB Rechnung tragen. Weil zudem einige Filialen auch schon etwas in die Jahre gekommen sind, will die Bank bauliche Veränderungen in den Geschäftsstellen vornehmen. «Noch sind wir allerdings in der Projektierungsphase», sagt Blättler. Als eine Art Flaggschiff und Vorbild gilt dabei die Geschäftsstelle Stansstad, die nach dem Brand an Pfingsten 2013 renoviert und umgebaut wurde und im Mai 2014 eröffnet wurde.

Projektierungsphase läuft

So soll insbesondere die Eingangshalle des Hauptsitzes in Stans neu gestaltet werden. Modern und zweckmässig, bei trotzdem hohem Sicherheitsstandard. «In die Bank zu gehen soll für die Kunden ein Erlebnis sein. Es soll nicht das Schaltergeschäft im Vordergrund stehen, sondern die Beratung und der Kontakt mit den Kunden», umschreibt Nicole Blättler die Ziele. Die Filialen Wolfenschiessen, Beckenried und Hergiswil sollen dereinst an das «Vorbild» Stansstad angeglichen werden. Im Länderpark sind ebenfalls Veränderungen angedacht, soweit das im dortigen Umfeld möglich ist.

Bis die Projektierungen abgeschlossen sind, braucht es allerdings noch etwas Zeit. «Frühestens Ende 2016, Anfang 2017 beginnen Bauarbeiten in den Filialen», hält Nicole Blättler fest. Bezüglich der Geschäftsstellen in Buochs und Ennetbürgen wolle man am Vorhaben der Zusammenlegung im geplanten Neubau in der Nähseydi trotz der Verzögerung festhalten.

Mehr Bancomaten

Investieren will die NKB auch in den Ausbau des Bancomaten-Netzes und in die Anschaffung weiterer Einzahlungsgeräte. Man prüfe immer wieder attraktive Standorte, sagt Nicole Blättler.

So sollen ab Eröffnung des Bürgenstock-Resorts dort sowohl Bancomat wie Einzahlungsgerät zur Verfügung stehen. Ein weiteres Projekt verfolgt die NKB in den Pilatus-Flugzeugwerken. Allerdings ist diese Sache etwas komplizierter. «Wir arbeiten an innovativen Lösungen, die unterschiedliche Nutzungen zulassen, damit die zusätzlichen Bedürfnisse der Angestellten des Flugzeugbauers wie Bargeldbezug und Aufladen der Badges mit Geld abgedeckt werden können», erklärt Nicole Blättler.

Die Mitarbeiter von Pilatus verfügen über Badges, die mit Bargeld aufgeladen werden, um beispielsweise Konsumationen im Betriebsrestaurant zu zahlen.