NIDWALDEN: Menschen mit Behinderung als «Wahlhelfer» im Einsatz

Im «Weidli» in Stans gehören die Wahlen derzeit zum Alltag. Fast die Hälfte aller Mitarbeitenden verpackt die Wahlcouverts.

Rosemarie Bugmann
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Eine Mitarbeiterin im «Weidli» stellt ein Wahlcouvert zusammen. (Bild Corinne Glanzmann)

Eine Mitarbeiterin im «Weidli» stellt ein Wahlcouvert zusammen. (Bild Corinne Glanzmann)

Es riecht in der Werkstatt des «Weidli» wie in einer Druckerei. Überall stehen Schachteln herum. An grossen Tischen arbeiten Menschen mit einer Behinderung still und konzentriert. Einziges Geräusch ist das Knistern von Papier – und auch das ist kaum wahrnehmbar. Rund die Hälfte aller Mitarbeitenden der Stiftung Weidli in Stans sind am so genannten Mailing (Massen-Postsendung) beteiligt. Dies an durchschnittlich sieben Stunden pro Tag. Rund 30 000 Couverts müssen für die Regierungsrats- und Landratswahlen in Nidwalden vom 23. März gefüllt werden. Auch Mitarbeitende, die sonst in der Mechanik arbeiten, sind an diesem Projekt beteiligt.

Eine Herausforderung ist die Logistik. Am 5. Februar um 12 Uhr musste das Material von Kanton, Gemeinden und Parteien angeliefert sein. Genau 14 Tage später muss das Mailing fertig sein, denn am 20. Februar geht alles auf die Post. Alle Nidwaldner Gemeinden und Engelberg werden hier verpackt.