NIDWALDEN: Messerstecher drohen fünf Jahre Gefängnis

Der Fall wird immer dubioser. Fünf Tamilen wurden wegen Schlägereien bereits verurteilt. Mit dabei war noch ein sechster. Doch der ist abgetaucht.

Kl
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Seit drei Jahren beschäftigt der Fall die Justiz. (Symbolbild/Neue NZ)

Seit drei Jahren beschäftigt der Fall die Justiz. (Symbolbild/Neue NZ)

Die Situation, die sich am Kantonsgericht abspielte, wirkte fast surreal. Angesagt war am Dienstag eine Gerichtsverhandlung, unter anderem wegen Schlägereien und schwerer Körperverletzung. Alle waren da – drei Richter, Gerichtsschreiber, Staatsanwältin und der Verteidiger. Nur die Hauptperson fehlte – ein 23-jähriger Tamile, für den Staatsanwältin Rita Mathis eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren fordert. Er war untergetaucht, weshalb die Verhandlung nach gerade mal zwei Minuten wieder abgebrochen werden musste. Nun wird eine weitere Verhandlung angesagt, die im Gegensatz zum ersten Prozess, auch ohne den Angeklagten durchgeführt werden kann.

Seit drei Jahren Fall für Justiz

Und eine andere Abteilung des Kantonsgerichts befasst sich mit dem Fall – wegen Befangenheit des ersten Gerichts. «Das ist der komplizierteste Fall in meiner Tätigkeit als Kantonsrichterin», sagte Elisabeth Zumstein vergangene Woche anlässlich der Urteilsverkündung zum ersten Prozess. Fakt ist: Seit über drei Jahren hält dieser Fall die Justiz auf Trab. Gleich zwei Abteilungen des Kantonsgerichtes mit insgesamt sieben Richtern und zwei Gerichtspräsidenten befassen sich damit. Auch sind in diesem Zusammenhang schon hohe Kosten für den Steuerzahler entstanden.

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