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NIDWALDEN: Mister Sackgebühr tritt ab

Nach 19 Jahren im Vorstand und 15 Jahren als Präsident hat Paul Matter den Stab an seinen Nachfolger Adolf Scherl übergeben. Paul Matter erlebte eine wechselvolle Ära.
Matthias Piazza
Paul Matter (links) hat das Präsidium an Adolf Scherl übergeben. (Bild: Matthias Piazza (Ennetbürgen, 29. Juni 2017))

Paul Matter (links) hat das Präsidium an Adolf Scherl übergeben. (Bild: Matthias Piazza (Ennetbürgen, 29. Juni 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

«Ich mache heute einen Schlusspunkt», verkündete Paul Matter an der ordentlichen Delegiertenversammlung des Kehrichtverwertungsverbands Nidwalden (KVVNW) am Donnerstagabend. Aus gesundheitlichen Gründen, die Rede war von einem Zeckenbiss, habe er sich entschlossen, vom Amt zurückzutreten, seinen Rucksack abzulegen. Seit 1998 war der Ennetmooser – ehema­liger Gemeindepräsident und Landrat – im Vorstand des KVVNW, seit 2002 präsidierte er ihn gar. Er sei überzeugt, dass mit Adolf Scherl jemand in seine Fussstapfen trete, der das Amt mit Bravour ausübe, so Matter. Der Buochser Gemeinderat Adolf Scherl war schon bisher im Vorstand des KVVNW.

Regierungsrätliche Würdigung

«Es ist gewaltig, was du geleistet hast», würdigte der Nidwaldner Landwirtschafts- und Umwelt­direktor Ueli Amstad an der Delegiertenversammlung die langjährige Arbeit Paul Matters. Paul Matter blickt auf eine bewegte Zeit zurück. Zum Thema Abfall sei er eigentlich wie die Jungfrau zum Kind gekommen. «Früher stellte ich den Abfall einfach an den Strassenrand, damit war es für mich erledigt. In meinem Amt konnte ich sehr viele Erfahrungen sammeln und dazulernen, konnte in verschiedene Bereiche Einblicke gewinnen.»

Er sprach von einem herausforderungsreichen Amt. Als eines der Highlights erwähnte er etwa den Bau und die Planung für die Deponie 4 in Ennetmoos für die Lagerung von nicht brennbarem Abfall. Ebenfalls in seine Ära fielen die Verhandlungen für den Betrieb der neuen Kehrichtverbrennungsanlage Renergia in Perlen, welche auch Abfall von Nidwalden und Obwalden verwertet. Ein weiterer Meilenstein war das Jahr 2014, als Nidwalden als letzter Kanton der Deutschschweiz die Sackgebühr einführte. Die verursachergerechten Abfallgebühren lösten die bishe­rigen pauschalen Tarife ab. Die übrigen Traktanden wurden fast zur Nebensache. Diskussionslos genehmigten die Delegierten die Rechnung mit einem Überschuss von rund 148000 Franken. Für die Gemeinden gibt’s gute Nachrichten in Sachen Verbandsgebühr: Für eine Abfuhr wöchentlich wird diese ab 2018 erlassen, für zwei Abfuhren wöchentlich beträgt sie 25 Franken.

Aus Leserkreisen wurde Kritik laut, dass besonders die 35-­Liter-Kehrichtsäcke reissen. «Unser Lieferant hat zwar den Hersteller gewechselt. Reklamationen wegen der Qualität sind uns aber keine bekannt», hielt Adolf Scherl am Rande der Versammlung fest.

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