Nidwalden
Neue Perspektiven in Landwirtschaft und Raumplanung

Inwiefern kann die Landwirtschaft die Raumplanung beeinflussen? Wie sieht dies in der Nidwaldner Landschaft aus? Diese und weitere Fragen werden in der Ermitage in Beckenried an der Veranstaltung «Architektur im Gespräch» diskutiert.

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Thomas Furrer, Vorsteher des kantonalen Amtes für Raumentwicklung

Thomas Furrer, Vorsteher des kantonalen Amtes für Raumentwicklung

Bild: PD

Ein grosser Teil der Landschaft Nidwaldens wird von der Landwirtschaft geprägt. Die Agrarpolitik sei dabei auf die Versorgung der Bevölkerung ausgerichtet, soll die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten, die Kulturlandschaft pflegen und das Tierwohl gewährleisten, so der Kulturverein Ermitage in seiner Medienmitteilung. Nidwalden sei gut erschlossen, der Platz für ein Wachstum auf allen Ebenen aber begrenzt. Sorgfältig überlegte Entwicklungsstrategien seien gefragt, raumwirksame Vorhaben würden im kantonalen Richtplan regelmässig aktualisiert. Das Landschaftskonzept Nidwalden ist zur Zeit in der Vernehmlassung. Es soll die Schönheit und Vielfalt der Nidwaldner Landschaften erhalten und unter Stärkung der regionstypischen natürlichen und kulturellen Eigenarten weiterentwickelt werden.

Eine Vision mit Einfluss auf die Raumplanung

In der Ermitage Beckenried wird an der Veranstaltung «Architektur im Gespräch» der Frage nachgegangen, ob und wie die Landwirtschaft die Raumplanung beeinflussen kann. Im Gespräch wird das Neudenken in der Landwirtschaft diskutiert, durch partnerschaftliche Vernetzungen auf regionaler Ebene, die Verschmelzung von Landschaft und Lebensraum sowie die Vereinigung von Land und Leuten.

Die Collage zum Forum.

Die Collage zum Forum.

Bild: PD

Die Architektin Ana Bela Amstad stellt mit ihrer Masterarbeit «Subsistente Dörfer» das Dorf und die Landwirtschaft der Zukunft vor. Sie beschreibt, wie funktionale Beziehungsketten und Kreisläufe dabei für Mensch und Umwelt von grosser Bedeutung sind. Thomas Furrer ist seit über 200 Tagen als Vorsteher im Amt für Raumentwicklung tätig. Er gibt Einblicke in seine Arbeitsbereiche und den durch den Schweizer Heimatschutz verliehenen Wakkerpreis.

Der Kulturverein Ermitage und die Sektion Nidwalden des Innerschweizer Heimatschutzes laden im Rahmen von «Architektur im Gespräch» am 16. September um 20 Uhr in die Ermitage in Beckenried ein, mit den beiden Referenten zu diskutieren. An der Veranstaltung gilt Covid-Zertifikatspflicht. Eine Anmeldung unter www.kulturverein-ermitage ist wegen der Teilnehmerbeschränkung empfohlen. (cna)

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