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NIDWALDEN: Neuer Sperrgutservice – ein Abfallprodukt?

Einige Gemeinden führen kostenlose Sperrgutsammlungen weiter, andere nicht. Nun will die Firma Mannenzimmer Transport einen günstigen Service für Sperrgutzahler einführen. Und bringt damit Gemeinderäte auf die Palme.

Die Firma Mannenzimmer Transport werkelt mit Hochdruck an ihrer Zukunft. Momentan bleibt kein Stein auf dem anderen. Zunächst erhielt der tifige Geschäftsmann Rätho von der Regierung die schlechte Kunde, dass er den bisherigen Zwischenlagerplatz für grosse Transportcontainer bald nicht mehr nutzen kann. Da kommen andere Container hin – für Asylsuchende.

Die nächste Hiobsbotschaft für sein Unternehmen liess nicht lange auf sich warten. An bester Lage und auf schönstem Lande wollte Rätho sein Recyclingcenter in Stans erweitern. Doch er hat die Rechnung ohne die kritischen Hauptörtler gemacht. Mit Einsprachen wollen sie ihm Steine in den Weg legen. Und der ganze Kanton stellt sich nun die Frage, ob er diese mit seinen Baggern und Lastwagen wegzuräumen vermag.

Geheimplan für neuen Geschäftszweig

Doch Rätho hats faustdick hinter den Ohren und hinter Holzabfall- und Elektroschrotthaufen bereits einen Geheimplan ausgeheckt. Über vertrauliche Quellen ist der zum «Ohrengrübel» gelangt. Die Idee ist zwar nicht ganz neu, verschiedene Bürger haben sie schon zum Eigennutz praktiziert. Doch Rätho hat das Ganze recycelt und will daraus einen eigenen Geschäftszweig machen: Die Rede ist vom Sperrgut-Tourismus. Schön clever. Bekanntlich führen einzelne Gemeinden Gratis-Sperrsammlungen weiter. Künftig will Mannenzimmer für Bürger, die ihre sperrige Ware loswerden wollen, günstige Materialtransporte in sogenannte «Gratis-Gemeinden» zur kostenlosen Entsorgung anbieten.

Damit konfrontiert, blasen Delegierte von Gemeinden, die von einer Sperrgutflut bedroht würden, zum Gegenangriff und überlegen sich gar, an ihren Grenzen künftig einen hohen Wegzoll für Fahrzeuge der Firma Mannenzimmer zu erheben. Die Einnahmen daraus wollen sie dann unter den Bürgern verteilen, die in Gemeinden ohne Gratis-Sperrgutsammlungen wohnen. So sollen diese abgehalten werden, nur schon auf den Gedanken zu kommen, das Sperrgut in eine andere Gemeinde verfrachten zu lassen.

Wieder scheint Rätho am kürzeren Hebel zu sein. Sichtlich genervt über die missliche Lage, sagt er: «Alle sind gegen mich. Das ist einfach nur Schrott!» Je länger desto mehr stellt sich die Frage, wie lange sein Unternehmen dem Kanton Nidwalden noch die Treue hält. (OG)

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