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NIDWALDEN: Neues Zuhause für die Heim-Geissli

Zürcher Lehr­linge bauen für das Alterswohnheim Buochs. Die Bewohner dürfen sich über Hochbeete, Sitzbänke und einen neuen Geissenstall ­freuen.
Martin Uebelhart
Benji Diethelm, Christian Valente und Jonas Lamprecht (von links) arbeiten an einer Sitzbank. (Bild Corinne Glanzmann)

Benji Diethelm, Christian Valente und Jonas Lamprecht (von links) arbeiten an einer Sitzbank. (Bild Corinne Glanzmann)

Martin Uebelhart

Emsiges Treiben herrscht im Garten des Alterswohnheims Buochs. 28 Lernende von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) sind in drei Teams mit Holzarbeiten beschäftigt. Sie sägen, hämmern, messen aus oder schneiden zu. Zum zehnten Mal führt die Dienstabteilung der Stadt Zürich einen Workshop in dieser Art für die Lernenden durch. Darum sei das Lager dieses Jahr auch einen Tag länger als sonst, sagt Kathrin Meier, Fachleitung Berufsbildung bei ERZ. «Sie müssen mit Holz in einer sozialen Institution arbeiten, und der Workshop ist für alle obligatorisch», erläutert sie die Rahmenbedingungen. ERZ beschäftigt insgesamt gut 900 Mitarbeitende, und die Lernenden werden in 13 verschiedenen Berufen ausgebildet. Darunter Kaufmännische Angestellte, Informatiker, Metallbauer, Recyclist oder Motorgerätemechaniker.

Eine schöne Erfahrung

Nadja Christen ist eben ins vierte und letzte Lehrjahr ihrer Informatikausbildung gestartet. Sie leitet das 13-köpfige Team, das einen neuen Stall für die heimeigenen Geissen baut. «Das Lager bietet uns Lernenden Gelegenheit, uns untereinander kennen zu lernen, insbesondere auch die Stifte des ersten Lehrjahres, die neu dazu kommen», erzählt sie. «Unser Betrieb ist recht gross, und man sieht sich nicht unbedingt, wenn man nicht in den selben Bereichen arbeitet.» Zudem sei das auch eine schöne Erfahrung: «Ich sitze im Büro und arbeite nie handwerklich.» Und wie läuft es mit ihrem Team an dem Vormittag? «Ich bin mega überrascht, wie motiviert sie sind, obschon es heute so regnet», betont sie. «Es herrscht eine gute Stimmung.»

Zwei weitere Teams bauen vier Sitzbänke und zwei Hochbeete für das Alterswohnheim. Die Institution und die Lernenden zusammengebracht hat Stefan Christmann. Er leitet im Auftrag von ERZ das Projekt und findet, es sei zuweilen eine Herausforderung, jemandem zu erklären, warum gerade diese oder jene Einrichtung von dem Lager profitieren soll.

Überzeugen liess sich auch Sarah Frey. Die Geschäftsführerin des Buochser Alterswohnheims hat zusammen mit Christmann das Projekt entwickelt. «Wir durften wünschen, was uns die jungen Leute bauen», hält sie fest. Und es sei von Anfang an klar gewesen, dass das Resultat des Projektes eins zu eins den Bewohnerinnen und Bewohnern zu Gute kommen soll. Die Geissen und auch die Hochbeete seien Teil der Betreuung und Aktivierung für die Bewohner, erklärt sie. Und die Bänke würden im Garten zum Verweilen einladen.

Qualitativ hochwertige Arbeit

Für die Lernenden gehe es darum, selbstständig ein Projekt durchzuziehen, sagt Christmann. Von der Planung bis zur Ausführung. «Wir haben einen Zimmermann, der das Ganze betreut.» Ziel sei es, qualitativ hochwertig zu arbeiten. Und auch auf die Sicherheit werde ein grosses Augenmerk gelegt.

«Die Aktion bringt Leben ins Haus», sagt Sarah Frey. Die Bewohner würden sich interessieren, wer da arbeite und was die jungen Leute machten – und diese könnten mit ihnen in Kontakt kommen. Es sei ein Geschenk des Betriebes für seine Lernenden, dass sie so ein Lager machen dürften, sagt Frey. «Und für uns ist es ein Geschenk, was hier für unsere Bewohnerinnen und Bewohner entsteht.»

Noch bis am Freitag wird gearbeitet. «Am Nachmittag werden wir das Resultat der Lagerwoche offiziell übergeben», freut sich Kathrin Meier.

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