Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NIDWALDEN: Nidwalden schliesst 2017 mit Defizit von 2,7 Millionen Franken ab

Trotz Defizit ist Finanzdirektor Alfred Bossard zufrieden mit der Staatsrechnung 2017. Wie sich die Zahlen weiterentwickeln, hängt aber auch von Bundesbern ab.
Der Nidwaldner Finanzdirektor Alfred Bossard unterstützt die Unternehmenssteuerrefurm III. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Stans, 5. April 2016))

Der Nidwaldner Finanzdirektor Alfred Bossard unterstützt die Unternehmenssteuerrefurm III. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Stans, 5. April 2016))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Die Rechnung 2017 des Kantons Nidwalden schliesst mit einem Minus von 2,7 Millionen Franken ab. Das operative Ergebnis fiel mit minus 14 Millionen Franken rund 4 Millionen besser aus als budgetiert. Dank den 11 Millionen Franken aus den finanzpolitischen Reserven präsentiert sich das Defizit unterm Strich moderat. Finanzdirektor Alfred Bossard und Finanzverwalter Marco Hofmann waren guter Dinge, als sie gestern die Staatsrechnung im Detail erläuterten.

«Logisch wäre uns eine schwarze Null lieber gewesen als ein Defizit. Trotzdem sind wir mit dem Ergebnis grundsätzlich zufrieden», erläuterte Alfred Bossard. Der betriebliche Aufwand von 369 Millionen Franken lag nur 0,3 Prozent über dem Budget und zeige, dass die Direktionen grundsätzlich haushälterisch mit dem Geld umgingen. Der Personal- und Sachaufwand lag leicht unter dem Budget. Doch nicht alle Posten bereiten Freude. «Sorgen machen uns die Gesundheits- und Sozialkosten», sprach Alfred Bossard einen wunden Punkt an. Mit 21 Millionen Franken schlugen die Kosten für ausserkantonale Hospitalisationen und mit 19 Millionen Franken diejenigen am Kantonsspital zu Buche. An die Pflegeleistungen (Heime und Spitex) steuerte der Kanton im vergangenen Jahr 11 Millionen Franken bei. Die Ergänzungsleistungen für AHV und IV belasteten die Staatsrechnung mit rund 14 Millionen Franken. 16 Millionen zahlte der Kanton im vergangenen Jahr an Krankenkassen-Prämienzuschüsse. Sämtliche Ausgaben im Bereich Gesundheit liegen knapp 10 Prozent über dem Budget. «Damit haben wir nicht gerechnet. Wir werden die Steigerung vertieft analysieren», versicherte Finanzdirektor Alfred Bossard.

Kanton nimmt immer mehr Steuern ein

Zufrieden zeigte sich Finanzverwalter Marco Hofmann bei den Fiskalerträgen. Rund 150 Millionen nahm Nidwalden an Steuern im vergangenen Jahr ein. «An das Super-Jahr 2015 konnten wir natürlich nicht mehr anknüpfen, als wir wegen eines aussergewöhnlichen Falles unerwartet hohe Steuern aus Hergiswil einnahmen», relativierte Marco Hofmann. Damals kamen rund 160 Millionen Franken an Steuergeldern rein. «Doch abgesehen von diesem Ausreisser hat sich im vergangenen Jahr der Trend jährlich steigender Steuereinnahmen fortgesetzt», hielt der Finanzverwalter fest.

Das Eigenkapital hat sich um 12 Millionen auf 297 Millionen Franken verringert. Das Nettovermögen pro Kopf betrug im vergangenen Jahr 2700 Franken. Die budgetierten 29 Millionen Franken Bruttoinvestitionen wurden um rund 9 Millionen Franken unterschritten. Die grösste Abweichung von 2,8 Millionen Franken gab’s bei den Kantonsstrassen. «Verschiedene Investitionen werden später als erwartete getätigt», begründete Marco Hofmann die Abweichung.

Auch Bundespolitik beeinflusst Rechnung

Die Entwicklung der Nidwaldner Finanzen hängt gemäss Alfred Bossard auch von nationalen politischen Entscheidungen ab. «Wenn der Kompromissvorschlag im Nationalrat durchkommt, werden wir als Geberkanton im nationalen Finanzausgleich eher entlastet oder zumindest auf gleichem Niveau bleiben.» Im Jahr 2017 bezahlte Nidwalden rund 38 Millionen Franken in den nationalen Topf ein. «Wenn die Steuerreform 2017 gemäss den bekannten Eckwerten angenommen wird, bin ich zuversichtlich, dass wir das strukturelle Defizit bis im Jahre 2020 auf ein akzeptables Niveau senken können – und zwar ohne, dass wir die Steuern erhöhen müssen», so der Finanzdirektor.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.