NIDWALDEN: Nidwalden will Berufsbildung fördern

Immer weniger Jugendliche schliessen die obligatorische Schulzeit ab – und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Deshalb lancieren kantonale Behörden und der Nidwaldner Gewerbeverband eine Kampagne zur Förderung der Schulbildung.

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Von links: Edi Engelberger, Pius Felder und Hubert Würsch. (Bild: Daniel Schwab)

Von links: Edi Engelberger, Pius Felder und Hubert Würsch. (Bild: Daniel Schwab)

Mit der seit Jahren rückläufigen Zahl der Jugendlichen, die die obligatorische Schulzeit abschliessen, bekunden gewerbliche Betriebe zunehmend Schwierigkeiten, ihre Lehrstellen zu besetzen. Der Nidwaldner Gewerbeverband lanciert deshalb in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Amt für Berufsbildung und Mittelschule eine Imagekampagne zur Förderung der Berufsbildung, wie der Kanton Nidwalden mitteilt.

«Eine Berufslehre ermöglicht den Jugendlichen den raschen Einstieg in die Arbeitswelt und eröffnet ihnen vielfältige Weiterbildungs-­ und Karrieremöglichkeiten. Andererseits sichert das duale Berufsbildungssystem der Wirtschaft ihren Nachwuchs», erklärte Gewerbeverbands-­Präsident Edi Engelberger Junior an einer Medienkonferenz in Stans. Das Projekt umfasst folgende drei Teilprojekte:

  • «Berufsbildung öffnet Türen». Unter diesem Motto bieten die Lehrbetriebe des Kantons Nidwalden an zwei Mittwochnachmittagen im Frühling interessierten 7.- und 8.-Klässlern Einblick in ihren Betrieb und die entsprechenden Lehrberufe. «Mit diesem Angebot wollen wir unseren Mitgliedern eine offizielle Plattform bieten, um auf niederschwellige Art und Weise Werbung für sich und ihre Berufe zu machen», so Engelberger. Die Tage der offenen (Berufsbildungs-) Türen finden kantonsweit am 26. März und am 2. April statt, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Interessierte Nidwaldner Lehrbetriebe können sich bis am 14. Februar unter www.netwalden.ch melden.
  • Ausgewählte Unternehmer orientieren unter dem Motto «Berufsbildung zahlt sich aus» aus der jeweiligen Geminde an den Elternabenden der 5. und 6. Primarklassen im Herbst über die vielfältigen Vorzüge der Berufsbildung. Engelberger: «Wir legen Wert darauf, dass die Eltern bei der Wahl des geeigneten Bildungswegs für ihr Kind die spezifischen Stärken der Berufsbildung erkennen und bei ihrer Entscheidung miteinbeziehen.» Er freue sich darüber, dass sich schon viele Unternehmer aus dem Gewerbeverband als Referenten zur Verfügung gestellt haben.
  • Unter dem Motto «Berufsbildung beginnt in der Praxis» startet der Kanton im Frühjahr eine Kommunikationskampagne. In Inseraten, Plakaten und Beitragsserien in der Presse stünden laut Engelberger erfolgreiche Nidwaldner Berufsleute wie Ralph Müller (CEO Schurter AG), Brigitte Breisacher (Inhaberin und Unternehmensleiterin Alpnach Norm Gruppe) und Markus Bucher (CEO Pilatuswerke AG) mit ihrem Namen für die Vorzüge der Berufsbildung ein.

Zu den Initianten der Kampagen gehört unter anderem auch Pius Felder, Leiter Amt für Berufsbildung und Mittelschule Nidwalden. Er nennt «die optimale Verbindung von Theorie und Praxis, den direkten Bezug zur Arbeitswelt und die unbegrenzten beruflichen Perspektiven» als die drei wichtigsten Vorzüge für die Berufsbildung.

pd/chg