NIDWALDEN: Nidwaldner entsorgen zu grosszügig «gratis»

Die Sackgebühr brachte in den ersten drei Monaten deutlich weniger Kehricht. Missbräuche gab es aber bei der Sperrmüllsammlung.

Martin Uebelhart
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In einem Quartier in Stans stapelt sich die Ware regelrecht, bis diese abgeholt wird.t (Bild Oliver Mattmann)

In einem Quartier in Stans stapelt sich die Ware regelrecht, bis diese abgeholt wird.t (Bild Oliver Mattmann)

Von Januar bis März 2013 wurden 3300 Tonnen Abfall in die Verbrennung gefahren, im gleichen Zeitraum 2014 waren es 2031 Tonnen. Die Einführung des neuen Kehrichtregimes Anfang Jahr sei gelungen, sagt Margrit Kopp, Vizepräsidentin des kantonalen Kehrichtverwertungsverbandes. Sie rechnet allerdings damit, dass die Mengen wieder etwas zunehmen werden.

Ganze Wohnungen geräumt

Nachbessern muss der Verband beim Thema zweimalige Sperrgut-Abfuhr ohne entsprechende Marken. Er will demnächst mit Flyern nochmals an die Spielregeln erinnern. Vor einem Jahr wurden 369 Tonnen eingesammelt, vergangenen Monat waren es satte 177 Tonnen mehr. Was Margrit Kopp beunruhigt: «Auffallend war, dass sehr viel über den Sperrmüll entsorgt wurde, was dort nichts zu suchen hat.» Es seien Abfälle aus Umbauten und Renovationen zu finden gewesen, etwa alte Holzböden oder -fenster. Auch ganze Wohnungseinrichtungen seien zum «Gratis«-Abholen hinausgestellt worden. «Das geht nicht», betont Kopp. «Die Sperrmüllsammlung ist nicht für eine komplette Wohnungsräumung gedacht.»