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Nidwalden stützt nach Beschwerde Notengebung juristisch besser ab

Im Kanton Nidwalden sind die Vorgaben, wie die Leistungen von Schülern zu benoten sind, neu in einer Verordnung geregelt.
Matthias Piazza

Die Eltern waren nicht einverstanden, wie der Lehrer ihr Kind benotet hatte. Sie reichten eine Beschwerde bei der Nidwaldner Bildungsdirektion ein, die aufgrund verfahrensbedingter Verzögerungen allerdings hinfällig wurde. Trotzdem hat dieser Fall den Regierungsrat zu einer Anpassung der Gesetzgebung veranlasst. So ist die Notengebung in der Volksschule nun auf einer solideren gesetzlichen Grundlage abgestützt, wie die Regierung gestern in einer Medienmitteilung schrieb. Die Vorgaben zur Beurteilung von schulischen Leistungen waren bisher vor allem in Richtlinien festgehalten worden und boten damit keine ausreichende juristische Grundlage. Für Bildungsdirektor Res Schmid ist dies ein Missstand. «Es geht nicht, dass die Lehrpersonen aufgrund fehlender rechtlicher Grundlagen in ihrer bisherigen Leistungsbeurteilung eingeschränkt werden», erklärte er auf Anfrage.

Für Bildungsdirektor Res Schmid ist dies ein Missstand. «Es geht nicht, dass die Lehrpersonen aufgrund fehlender rechtlicher Grundlagen in ihrer bisherigen Leistungsbeurteilung eingeschränkt werden», erklärt er auf Anfrage.

Die Paragrafen, die neu in die kantonale Volksschulverordnung aufgenommen werden, betreffen Vorgaben zur Leistungsbeurteilung der Schüler, welche schriftlich, mündlich und praktisch erhoben werden können und inhaltlich keine Neuerungen bringen. Das heisst, auch künftig steht den Lehrern ein Ermessensspielraum bei der Notengebung zu. Ihr Urteil muss aber nachvollziehbar sein und die Kriterien ihrer Beurteilung müssen sie offenlegen. Standardisierte Leistungsmessungen und die Zusammenarbeit unter den Lehrern für die Vergleichbarkeit der Noten sei dabei von grosser Bedeutung, heisst es in der Mitteilung weiter. «Zwar ist dies die erste Beschwerde dieser Art. Aber, um künftig weitere Fälle zu verhindern, erachten wir diesen Schritt als sinnvoll», sagte Regierungsrat Res Schmid dazu.

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