NIDWALDEN: «Oft sind die Täter schon über alle Berge»

Organisierte Banden machen zurzeit der Kriminalpolizei das Leben schwer. Die Aufklärungsquote dabei ist tief, bedauert Kripo-Chef Ruedi Baumgartner.

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Ruedi Baumgartner, Leiter Dienstabteilung Kriminalpolizei Nidwalden. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

Ruedi Baumgartner, Leiter Dienstabteilung Kriminalpolizei Nidwalden. (Bild: Matthias Piazza / Neue NZ)

In diesem Jahr kam es schon zu mehreren Einbrüchen in Stans und im übrigen Kantonsteil. In Beckenried wurde eine Bank überfallen. Als Aussenstehender könnte man das Gefühl haben, dass die Kriminalität in Nidwalden zugenommen hat. Dieser Eindruck täusche erzählt Ruedi Baumgartner, Chef der Nidwaldner Kriminalpolizei, im Gespräch mit unserer Zeitung. «Allerdings hatten wir in diesem Jahr gleich drei Einbruchserien, zwischen denen mutmasslich ein Zusammenhang besteht.» Das sei zwar kein neues Phänomen, aber aufgrund der Häufung für Nidwalden aussergewöhnlich. Die Täter stammten mehrheitlich aus Osteuropa und operierten wohl mit einer Zentrale und Erkundigungstrupps. Die diesbezüglichen Verfahren sind noch laufend.

Zeitlicher Verzug

Die Suche nach den Tätern werde oft durch den zeitlichen Verzug zwischen der Tat und dem Feststellen des Einbruchs durch den Geschädigten erschwert: «Vielleicht sind dann schon einige Stunden verstrichen und die Täter sind über alle Berge», meint Baumgartner. Aus Sicht der Polizei sei das unbefriedigend. Die Aufklärungsquote bei Einbruchdiebstählen liegt in Nidwalden bei rund 11 Prozent.

RED

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