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NIDWALDEN: Parteien sind auch zum Mitnehmen

Der Wahlkampf geht für die Grünen und die SVP durch den Magen. Die CVP denkt praktisch, und die FDP sorgt für Unterhaltung. Give-aways sind hoch im Kurs.
Matthias Piazza
Gesund, süss, praktisch, unterhaltend, informativ: Die Giveaways der Nidwaldner Parteien im Regierungsrats-Wahlkampf 2014. (Bild: Corinne Glanzmann)

Gesund, süss, praktisch, unterhaltend, informativ: Die Giveaways der Nidwaldner Parteien im Regierungsrats-Wahlkampf 2014. (Bild: Corinne Glanzmann)

Biberli, Äpfel, Jasskarten. Wanderkarten, Leuchtstifte: Der Wahlkampf in Nidwalden wird sozusagen auf allen Kanälen geführt – alle Sinne sollen angesprochen werden. Nebst grossen Wahlplakaten, von denen einem die Kandidaten zulächeln, und der Präsenz im Internet setzen die (potenziellen) Regierungsratsparteien auch auf sogenannte Give-aways oder «Bhaltis» – um so auf möglichst originelle Art zusätzlich auf ihre Regierungsratskandidaten für die Wahlen vom 23. März aufmerksam zu machen. Dies im Gegensatz zu Obwalden, wo die Parteien im Wahlkampf keine grossen Geschenke machten.

Eine politische Wanderkarte

Die FDP hat für die diesjährigen Wahlen gar eine eigene Wanderkarte herausgegeben. Jeder Ortsparteipräsident wartet auf der Rückseite mit Routenvorschlägen auf – mit allen relevanten Angaben wie Distanz, Höhendifferenz und Laufzeit für die verschiedenen Etappen. So gehts etwa von Niederbauen zur Stockhütte – oder dem Bruderklausenweg entlang von Stans nach ­Flüeli-Ranft. Auch der Nidwaldner Höhenweg vom Stanserhorn nach Niederbauen findet sich unter den 32 Wandervorschlägen. Ergänzt ist das Kartenwerk im Massstab 1:50 000 mit den Worten des Kantonalpräsidenten Ruedi Waser und dem Parteiprogramm 2014 bis 2018. «Wir wollen ein Nidwalden in Bestform», heisst der Schlusssatz.

Die Jasser unter den Wählern kommen beim zweiten Werbegeschenk der Partei auf ihre Rechnung: Jasskarten. Die Rückseite der Karten zieren Logo und Farben der FDP – und der Spruch «Ein Trumpf für Nidwalden».

Mit Süssem hingegen werben die Grünen für ihren Regierungsratskandidaten Conrad Wagner und der Liste 2 für den Landrat. Ein grünes «Ampelmännchen» prangt leuchtend auf einem Spitzbuben. Und soll wohl die politische Marschrichtung für die nächsten vier Jahre vorgeben. Schliesslich heisst der Wahlslogan «grünwärts», wie man auf der Rückseite des süssen runden Gebäcks erfährt.

Kandidaten auf dem Leuchtstift

Auf Praktisches setzt dafür die CVP Nidwalden. Sie sorgt dafür, dass die Namen ihrer drei Regierungsratskandidaten den Wählern auch im Alltag immer wieder in Erinnerung gerufen werden. Denn, dass Alois Bissig (bisher), Karin Kayser (neu) und Othmar Filliger (neu) am übernächsten Sonntag auf einen Sitz im Nidwaldner Regierungsrat aspirieren, erfährt man bei Schreibtischarbeiten. Die Namen der drei prangen nämlich auf Leuchtstiften – und das selbstverständlich im parteikonformen Orange. Überschrieben wird das Ganze mit der sinnigen Botschaft «Wir markieren Lösungen!» und «Regierungsratswahlen 2014 CVP». Mit dem Praktischen allein will sich aber auch die CVP nicht begnügen. Aufs Naschen muss man auch hier nicht verzichten. Verschenkt werden feine Biberli. Auf dem Aufkleber wünschen die drei Regierungsratskandidaten «Ä Guetä».

Gesund und währschaft wirds bei der SVP. Die Aufforderung «Wählen Sie in den Landrat Liste 4», ergänzt mit dem Slogan «Miär hend Sorg zu Nidwaldä!», klebt auf Äpfeln (die übrigens aus dem Kanton Luzern stammen).

Obwalden zurückhaltender

In Obwalden versüsste die CVP die kleine Broschüre mit ihrem Parteiprogramm mit kleinen Schöggeli und dem Slogan «Mittelstand erhalten – Familie stärken». Kleine Schokoladen mit dem Aufdruck «Energiespender für die Wahlen» hat auch die SP Obwalden verschenkt. Zudem hat die Partei Wahlkampf-Postkarten mit kurzen Grüssen der Kandidaten in der jeweiligen Gemeinde verschickt.

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