Nidwalden passt «ambulant»-Liste des Spitals an

Der Kanton streicht gewisse Spital-Behandlungen von der Liste «ambulant vor stationär».

Matthias Piazza
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Grauer Star, Meniskus, das Implantieren oder Auswechseln eines Herzschrittmachers: Für solche Operationen muss man heutzutage nicht mehr tagelang das Spitalbett hüten, sondern kann am selben Tag wieder nach Hause. Diesem Trend trug auch der Gesetzgeber Rechnung. So hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beschlossen, dass seit diesem Jahr bestimmte planbare Eingriffe ambulant statt stationär durchgeführt werden müssen. So werden etwa einseitige Krampfaderoperationen der Beine oder Untersuchungen und Eingriffe an der Gebärmutter oder Eingriffe am Meniskus grundsätzlich nur noch vergütet, wenn sie ambulant vorgenommen werden. Bei komplexen Diagnosen können die Behandlungen weiterhin stationär in einem Spital durchgeführt werden. Die bundesrechtlichen Regelungen gelten schweizweit und sind somit für alle Kantone sowie Krankenversicherer bindend.

Der Kanton Nidwalden kennt eine weiterführende Liste. Darunter sind auch Eingriffe rund um den Herzschrittmacher oder die chirurgische Behandlung des Grauen Stars.

Einheitliche Handhabung zusammen mit Luzern

Für nächstes Jahr werden sechs Behandlungen in den Bereichen Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren und Krampfadern von der Liste gestrichen, da sie durch die Bundesliste bereits geregelt werden, wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt. Der Kanton Luzern passt seine Liste ebenfalls am 1. Januar 2020 an. So werde eine einheitliche Handhabung in der Spitalregion Luzern-Nidwalden gewährleistet. Da es sich bloss um eine Verschiebung von der Nidwaldner Liste auf jene des Bundes handelt, ändere sich für die Patienten allerdings nichts, hiess es auf Anfrage.