Bundesratswahlen: Nidwalden plant Wahlfeier für Wicki nicht auf Vorrat

Wird Hans Wicki Bundesrat, bleiben nur wenige Tage, um das wohl bisher grösste Volksfest in Hergiswil zu organisieren. Das wäre am 13. Dezember.

Matthias Piazza
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Bundesratskandidat Hans Wicki, FDP-NW, nach dem Hearing bei der GLP-Fraktion. Die Wahl des neuen Bundesrates wird am 5. Dezember stattfinden. (KEYSTONE/Anthony Anex, Bern, 27 November 2018)

Bundesratskandidat Hans Wicki, FDP-NW, nach dem Hearing bei der GLP-Fraktion. Die Wahl des neuen Bundesrates wird am 5. Dezember stattfinden. (KEYSTONE/Anthony Anex, Bern, 27 November 2018)

Nächsten Mittwoch verfolgt wohl (nicht nur) ganz Nidwalden die Ereignisse unter der Bundeshauskuppel. Dann entscheidet nämlich die Vereinigte Bundesversammlung, ob Nidwalden mit Hans Wicki zum ersten Mal in der 170-jährigen Geschichte des modernen Bundesstaates einen Bundesrat stellen darf oder ob die St. Galler Kronfavoritin Karin Keller-Suter das Rennen macht. Ab 9 Uhr kann man in geselliger Runde die Bundesratswahlen im Public Viewing im Wolfenschiesser «Happy Day» verfolgen. Die FDP Nidwalden organisiert für ihre Mitglieder eine Carfahrt nach Bern. «Das Interesse ist gross», sagt Kantonalpräsident Stefan Bosshard.

«Wir rechnen mit 1000 Leuten»

Sollte Hans Wicki tatsächlich der neue Bundesrat werden, würde er am 13. Dezember mit dem Bundesratszug in seiner Wohngemeinde Hergiswil eintreffen, wo im Loppersaal ein Volksfest starten wird. «Der Saal ist gemietet, wir rechnen mit rund 1000 Leuten», sagt Gemeindepräsident Remo Zberg, der zusammen mit der Staatskanzlei des Kantons Nidwalden die Festivitäten organisiert. «Es dürfte das grösste Volksfest werden, das Hergiswil in der jüngeren Vergangenheit erlebt hat», meint Zberg, der 1988 bereits die Feier des Hergiswiler Nationalratspräsidenten Joseph Iten (CVP) erlebte.

Er spricht von einer Generalstabsübung. Wer aber denkt, dass die Planungen dafür schon seit Wochen auf Hochtouren laufen, irrt. «Wir wollen den 5. Dezember abwarten. Sollte Hans Wicki gewählt werden, legen wir mit den Vorbereitungen richtig los, eine Woche muss genügen.»

Hans Wicki gibt sich derweil realistisch. «Ich bin nicht in der Pole-Position. Das wusste ich von Anfang an», sagte er diese Woche gegenüber der SRF-Sendung «10 vor 10». Doch gehe es nicht darum, ob sich die Kandidatur lohne, sondern, dass er diese Erfahrung machen dürfe.

In Uri hingegen sind die Vorbereitungen für eine allfällige Wahlfeier für Heidi Z’graggen (CVP) in vollem Gange, auch Details stehen schon fest. In ihrer Wohngemeinde Erstfeld wird ihr ein feierlicher Empfang bereitet. In Altdorf gibt’s einen Festumzug. Gerechnet wird mit mindestens 2000 Personen, verschickt wurden 500 Einladungen an offizielle Gäste. Die Kosten werden auf 100000 Franken geschätzt.

Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki will Bundesrat werden

Der Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki will Bundesrat werden. Der 54-Jährige hat seine Kandidatur für die Nachfolge von Johann Schneider-Ammann bekannt gegeben. Bereits zuvor ihre Kandidatur angemeldet hat von der FDP die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter.