NIDWALDEN: Polizei vermutet Tötungsdelikt

Die Polizei hat neue Erkenntnisse zum Leichenfund im Vierwaldstättersee bei Stansstad. Die Ermittlungen sind in vollem Gang.

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Die Polizei sucht den Fundort der Leiche nach Gegenständen ab. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Die Polizei sucht den Fundort der Leiche nach Gegenständen ab. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Bei der Person, die am Sonntag zwischen der Harrissenbucht und dem Steinbruch bei Stansstad im Wasser trieb, handelt es sich um eine 36-jährige Frau. Das hat die Identifikation der Leiche am Institut für Rechtsmedizin sowie am Forensischen Institut in Zürich ergeben.

Der Leichnam befand sich nach Angaben von Staatsanwältin Erika von Rotz in Ufernähe. Wer die leblose Person entdeckt hatte, liess sie offen. «Die Verletzungsmuster weisen auf ein Tötungsdelikt und nicht auf einen Unfall oder einen Suizid hin», sagte von Rotz. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet und eine Untersuchung gegen Unbekannt eingeleitet.

Weitere Angaben zur Identität der Frau oder zu den Verletzungen macht die Staatsanwaltschaft aus Rücksicht auf das Verfahren nicht.

Die Ermittlungen und Untersuchungen der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft seien in vollem Gang, schreibt die Staatsanwaltschaft Nidwalden am Montagabend in einer Mitteilung. Man arbeite mit Hochdruck an der Klärung des Falls.

Die Polizei sucht den Fundort am und im Vierwaldstättersee grossräumig ab. Gesucht werden vorallem Gegenstände, die mit dem mutmasslichen Tötungsdelikt zu tun haben könnten. Zum Einsatz kommt ein Hund der Rasse Bloodhound der Zuger Polizei sowie die Wasserpolizei Zürich mit einer Unterwasserkamera.

Hinweise aus der Bevölkerung zu diesem Ereignis nimmt die Kantonspolizei Nidwalden unter der Nummer 041 618 44 66 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

rem/sda