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NIDWALDEN: Preisträger stellt in Stans aus

Die Ausstellung von Christian Philipp Müller ist eröffnet – und macht die Betrachter zu einem Teil von ihr. Stolz darüber ist nicht zuletzt der Kultur­direktor.
Zu seiner Ausstellung im Nidwaldner Museum erscheint ein Sonderplakat, das Christian Philipp Müller an der Vernissage persönlich signierte. (Bild: PD)

Zu seiner Ausstellung im Nidwaldner Museum erscheint ein Sonderplakat, das Christian Philipp Müller an der Vernissage persönlich signierte. (Bild: PD)

pd/red. Was haben ein Leichenwagen, eine mobile Schnapsbrennerei, eine Fahne, Sperrgut, Heugabeln und Morgensterne miteinander zu tun? Sie spielen in der am Samstag eröffneten Ausstellung des Künstlers Christian Philipp Müller im Nidwaldner Museum eine spezielle Rolle. Speziell ist auch die Freude von Res Schmid über die Ausstellung, die unter dem Titel «aut vincere aut mori» nun bis zum 16. Oktober läuft. «Ich freue mich, dass ich die Ausstellung des diesjährigen Preisträgers des Prix Meret Oppenheim, Christian Philipp Müller, eröffnen darf. Dieser ist der wichtigste Kunstpreis, den der Bund vergibt», sagte der Nidwaldner Kulturdirektor an der Vernissage im Winkelriedhaus. Diese aktuelle Ausstellung zeige, dass auch kleinere Museen mit kleineren Budgets durchaus attraktiv für Kunstschaffende seien.

Erste Einzelausstellung seit 2007

Kuratorin Patrizia Keller betonte, Christian Philipp Müller schaffe es, mit seiner Ausstellung ein assoziatives Beziehungsgeflecht aufzuspannen, indem sich lokale Geschichte und Kunstgeschichte mit seiner Biografie verwebe. «Die Ausstellung handelt auch vom Erinnern und lädt dazu ein, die eigenen Gedankengänge weiterzuspinnen, um ihnen in Assoziationsketten freien Lauf zu lassen.» Sie lud die Betrachter zu eigenen Erinnerungen und Gedanken ein und zitierte dazu passend den Luzerner Kunstpublizist Max Wechsler: «Das ist eine offene Veranstaltung.»

Aus dem riesigen Fundus von rund 17 000 Objekteinträgen der Sammlung des Nidwaldner Museums hatte der in Biel geborene Künstler eine Auswahl zu treffen. Während der Dauer der Ausstellung werden die von Müller bestimmten Werke – wie eingangs erwähnt Leichenwagen, Heugabeln und mehr – in einen anderen Zusammenhang gebracht. Der Betrachter wird (Zeit-)Zeuge einer Prozession und Teil dieser Geschichte.

Die Ausstellung im Nidwaldner Museum ist seit 2007 die erste Einzelausstellung von Christian Philipp Müller in der Schweiz.

Hinweis

Eine Ausstellungsbesprechung können Sie demnächst im Kulturteil unserer Zeitung lesen.

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