Nidwalden prüft Ende des Frühfranzösisch

Zuerst Englisch, dann Französisch: Das gilt auch an Nidwaldner Primarschulen. Möglicherweise nicht mehr lange.

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Frühfranzösisch gehört heute an den meisten Schulen fix zum Unterricht. Die Meinungen über die Wirksamkeit gehen aber weit auseinander. (Bild: Archiv Neue NZ)

Frühfranzösisch gehört heute an den meisten Schulen fix zum Unterricht. Die Meinungen über die Wirksamkeit gehen aber weit auseinander. (Bild: Archiv Neue NZ)

Die Nidwaldner Bildungsdirektion will es ganz genau wissen. Sie hat an die Lehrerinnen und Lehrer einen Fragebogen zum Fremdsprachenunterricht versandt. Konkret geht es vor allem um den Französischunterricht auf der Primarschulstufe. Stehen für den Französischunterricht genügend Lektionen zur Verfügung? Und: Soll auf der Unterstufe überhaupt noch Französisch unterrichtet werden? Die Meinung der Lehrerschaft soll der Regierung Hinweise für das weitere Vorgehen geben.

Ein Ende des Frühfranzösischunterrichts ist zwar laut Bildungsdirektor Res Schmid längst nicht beschlossene Sache. Die Regierung schliesst es aber auch nicht gänzlich aus. Da Nidwalden nicht dem Harmos-Konkordat angehört, wäre ein solcher Schritt problemlos möglich.

Unter Druck gerät die Nidwaldner Regierung vom Kantonsparlament, dem Landrat. Im vergangenen Dezember reichten zwei SVP-Vertreter ein Postulat ein, das explizit das Ende des Frühfranzösischunterrichts fordert. Unterzeichnet wurde das Begehren von knapp der Hälfte aller Landräte.

Unmut auch in anderen Kantonen

Nidwalden ist kein Einzelfall. Auch in anderen Kantonen herrscht Unzufriedenheit über den Fremdsprachenunterricht auf der Primarschulstufe. So forderte im vergangenen Sommer die Mittelschulkonferenz aus sechs Kantonen, den Französischunterricht zu kippen. Der Konferenz gehören unter anderen die Kantone Schwyz, Zürich und St. Gallen an.

red

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