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NIDWALDEN: Regierung verzichtet auf umstrittene Katar-Reise – vorerst

Die Nidwaldner Regierung verzichtet vorläufig auf eine Geschäftsreise ins Emirat Katar zu den Investoren des Bürgenstock Resorts. Eine Reise sei vorläufig nicht nötig. Gegen die Besuchspläne war im Landrat Kritik laut geworden und eine Petition eingereicht worden.
Der Nidwaldner Regierungsrat verzichtet vorerst auf eine Reise zum Bürgenstock-Investor aus Katar. Im Bild: Eine Visualisierung des SPA's des Bürgenstockresorts. (Bild: Visualisierung PD)

Der Nidwaldner Regierungsrat verzichtet vorerst auf eine Reise zum Bürgenstock-Investor aus Katar. Im Bild: Eine Visualisierung des SPA's des Bürgenstockresorts. (Bild: Visualisierung PD)

Im November 2015 genehmigte der Nidwaldner Landrat das Budget für 2016. Unter anderem beinhaltet dieses auf der Stufe des Regierungsrates unter der Position Ehrenauslagen einen Betrag von 30'000 Franken für eine mögliche Reise nach Katar. Und zwar zum Investor des Bürgenstock Resorts.

Was folgte, war eine ausführliche Diskussion im Landrat. Ein Streichungsantrag wurde klar mit 43 zu 9 Stimmen abgelehnt. Im Januar 2016 schliesslich wurde die Petition «Regierungsrat Katar-Reise Nein!» eingereicht. Diese fordert, dass der Regierungsrat im Budget 2016 auf die geplante Reise verzichtet.

Der Regierungsrat sieht sich bezüglich der möglichen Reise nach Katar mit Misstrauen konfrontiert. «Die Wahrung der Interessen der Nidwaldner Bevölkerung ist für den Regierungsrat das oberste Gebot», sagt Othmar Filliger, Nidwaldner Volkwirtschaftsdirektor.

Aus diesem Grund werde regelmässig geprüft, ob ein Bedarf besteht, so Filliger weiter. «Der aktuelle Projektstand erfordert vorläufig keine Reise nach Katar.» Falls jedoch ein konkretes Anliegen im Interesse der Nidwaldner Bevölkerung direkt mit dem Investor in Katar besprochen werden muss, kann eine Reise nach Katar zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich werden.

500 Millionen Franken Investitionen

Das autofreie Bürgenstock-Resort soll Mitte 2017 eröffnet werden. Die Tourismusanlage umfasst 30 Gebäude und Sportanlagen. Dazu gehören drei Hotels mit knapp 400 Zimmern und 800 Betten sowie ein Dutzend Restaurants. Eröffnet werden soll zudem ein Wellnesskomplex, ein Konferenzzentrum sowie eine Shoppingmeile.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 500 Millionen Franken. Hinter dem Resort steht die Katara Hospitality Switzerland AG mit Sitz in Zug. Sie ist die Betreibergesellschaft für Schweizer Hotels eines katarischen Staatsfonds.

pd/sda/chg

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