NIDWALDEN: Regierung weiter in der Kritik

Die Debatte um den Abschuss von Schwänen geht in die nächste Runde. Nebst angedrohter Anzeige mobilisieren jetzt die Tierschützer um Franz Weber.

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Schwäne in Ennetbürgen beim Landspitz von der Buochserstrasse und der Aumühlestrasse. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Schwäne in Ennetbürgen beim Landspitz von der Buochserstrasse und der Aumühlestrasse. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

«Ich bin überzeugt, die richtigen Massnahmen getroffen zu haben, obwohl wir die Abschüsse nicht gerne machen», sagt die Nidwaldner Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser zur jüngsten Kritik an der Tötung dreier Jungschwäne. Empört über diese Vergrämungsmethode meldete sich die Fondation Franz Weber in einem öffentlichen Brief an Karin Kayser zu Wort. Die Stiftung des gleichnamigen Natur- und Tierschützers wirft der Regierung vor, voreilig zur «Flinte» gegriffen zu haben, bevor alle möglichen Massnahmen, wie etwa das Abzäunen, ausgeschöpft worden seien.

«Praxisfremde» Forderungen

Für Karin Kayser sind die Vorwürfe und Anregungen der Tierschützer nicht neu: «Das Abhagen in dieser Grössenordnung ist verhältnislos», sagt die Justiz- und Sicherheitsdirektorin, «das wären Hunderte von Metern». Auch das «Abgrasen» durch die Bauern sei eine «praxisfremde» Forderung. red