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NIDWALDEN: Regierungsrat: Kandidaten bringen sich in Stellung

Regierungsrätin Yvonne von Deschwanden und Regierungsrat Ueli Amstad treten im Frühling nicht mehr an. Das löst Begehrlichkeiten aus. Einige Interessenten machen schon konkrete Aussagen.
Matthias Piazza
Ueli Amstad und Yvonne von Deschwanden (Mitte) treten im kommenden März nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen an. Othmar Filliger, Alfred Bossard, Res Schmid, Karin Kayser und Josef Niederberger (von links) können bei einer Wiederwahl Mitte 2018 zwei neue Mitglieder in ihren Reihen begrüssen. (Bild: Corinne Glanzmann (4. Oktober 2016))

Ueli Amstad und Yvonne von Deschwanden (Mitte) treten im kommenden März nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen an. Othmar Filliger, Alfred Bossard, Res Schmid, Karin Kayser und Josef Niederberger (von links) können bei einer Wiederwahl Mitte 2018 zwei neue Mitglieder in ihren Reihen begrüssen. (Bild: Corinne Glanzmann (4. Oktober 2016))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch


Die Nidwaldner wählen bei der Gesamterneuerungswahl am 4. März des nächsten Jahres mindestens zwei neue Regierungsräte. Gesundheits- und Sozialdirektorin Yvonne von Deschwanden (FDP) und Landwirtschafts- und Umweltdirektor Ueli Amstad (SVP) treten nicht mehr für eine weitere Legislaturperiode an, wie die Staatskanzlei gestern mitteilte. Die FDP drückte in ihrer Medienmitteilung ihr Bedauern zum Rücktritt ihrer Regierungsrätin aus, zeigte aber auch Verständnis dafür. Sie sei überzeugt, neben dem Bisherigen Alfred Bossard den Nidwaldnern einen weiteren guten Kandidaten präsentieren zu können, um den Anspruch auf zwei FDP-Sitze im Regierungsrat aufrechtzuerhalten.



Einer dieser Kandidaten könnte Niklaus Reinhard heissen.«Ich liebäugle mit dem Amt des Regierungsrates», hält er gegenüber unserer Zeitung fest. «Ich würde sehr gerne noch tatkräftiger den Kanton mitgestalten», sagt der 52-jährige Hergiswiler zu seiner Motivation. Nach 17 Jahren politischer Arbeit in Nidwalden, zuerst in der Gemeinde, seit 2010 im Landrat, könne er sich vorstellen, Verantwortung und eine aktivere Rolle zu übernehmen. Natürlich sei ihm bewusst, dass eine Wahl zum Regierungsrat im Hauptamt eine grosse Zäsur in seinem Leben wäre, meint der selbstständige Architekt. Umso gründlicher werde er sich diesen Schritt überlegen. Bestimmte Vorstellungen über die Departementszuteilung hat er nicht. «Ich habe ein relativ breites Spektrum, bin offen für alles.»

«Nidwalden ist ein absolut grossartiger Kanton»

Auch in der SVP bringen sich Kandidaten in Stellung. «Ich bin interessiert am Regierungsratsamt», hält Michèle Blöchliger auf Anfrage fest. «Als Landrätin und besonders als aktuelle Landratspräsidentin kann ich sehr tief in den Politbetrieb hineinblicken. Das motiviert mich, um mich noch mehr politisch zu engagieren», meint die 49-jährige Juristin aus Hergiswil. «Sehr gerne würde ich meine Fähigkeiten in den Dienst der Nidwaldnerinnen und Nidwaldner stellen. Nidwalden ist ein absolut grossartiger Kanton, für den einzusetzen, sich zu 1000 Prozent lohnt», beteuert sie.

Ihr 49-jähriger Parteikollege Bruno Käslin sieht das Regierungsratsamt für sich als eine mögliche Variante. «Ich sage nicht von vornherein Nein, müsste mir das aber erst noch gründlich überlegen. Wichtig ist natürlich auch, was meine Partei will», hält der Beckenrieder Gemeindepräsident und ehemalige Präsident des Nidwaldner Bauernverbandes fest.

«Karten werden neu gemischt»

Auch Walter Odermatt (SVP) steigt möglicherweise nochmals in den Ring, nachdem der 52-jährige Stanser Landwirt an der Ersatzwahl für den zurückgetretenen Hans Wicki im vergangenen Jahr als Zweitplatzierter von vier Kandidierenden auf einen zweiten Wahlgang verzichtete. «Mit dem Rücktritt von Ueli Amstad werden die Karten wieder neu gemischt. Ich bin nach wie vor motiviert, mich für den Kanton einzusetzen, werde sicher wieder für den Landrat kandidieren», betont er auf Anfrage. Es brauche zuerst eine saubere Auslegeordnung, auch wolle er die Wahlstrategie seiner Partei abwarten, bevor er sich für eine Kandidatur als Nidwaldner Regierungsrat entscheide.

«Ich bin sehr erstaunt und überrascht über den Rücktritt von Yvonne von ­Deschwanden und Ueli Amstad», sagt Judith Odermatt-Fallegger. Mit dem Gedanken einer Kandidatur habe sie sich darum auch noch nicht konkret auseinandergesetzt. «Ich sage zum jetzigen Zeitpunkt weder Ja noch Nein. Ein solcher Entscheid muss gut überlegt sein, und es müssen einige Gespräche mit der Partei und der Familie geführt werden.» Die Oberdorfer FDP-Gemeindepräsidentin verhehlt allerdings nicht, dass sie ein Exekutivamt auch auf kantonaler Ebene zum geeigneten Zeitpunkt durchaus reizen würde.

Kein Interesse am Regierungsrat zeigt der Ennetbürger SVP-Landrat und Fraktionspräsident Martin Zimmermann, der bereits vor vier Jahren kandidierte. «Eine erneute Kandidatur kommt für mich nicht mehr in Frage. Mir gefällt meine Rolle als Unternehmer und Landrat», meint der Mitinhaber eines Architekturbüros auf Anfrage unserer Zeitung.

Grüne wollen zurück in die Regierung

«Durch die neue Ausgangslage ändert sich nichts an unserer Haltung, wieder in der Regierung vertreten sein zu wollen», beteuert Grünen-Präsident Leo Amstutz. Seit dem Rücktritt von Leo Odermatt im Frühling 2010 sind die Grünen, welche im Landrat zusammen mit der SP 11 von gesamthaft 60 Sitzen innehaben, nicht mehr in der Regierung, was Kantonalpräsident Leo Amstutz sehr bedauert. «Es fehlt ein links-grüner Gegenpart im bürgerlich dominierten Gremium, was zur Folge hat, dass der Landrat ab und zu Geschäfte zurückweist.» Die Oppositionsrolle zu spielen, sei auch nicht immer lustig. «Ein grüner Regierungsrat würde dem Kanton Nidwalden guttun», ist er überzeugt.

«Sehr gerne würde ich meine Fähigkeiten in den Dienst der Nidwaldner stellen.» Michèle Blöchliger Landratspräsidentin, SVP, Hergiswil (Bild: PD)

«Sehr gerne würde ich meine Fähigkeiten in den Dienst der Nidwaldner stellen.» Michèle Blöchliger Landratspräsidentin, SVP, Hergiswil (Bild: PD)

«Ich würde sehr gerne noch tatkräftiger den Kanton mitgestalten.» Niklaus Reinhard, Landrat, FDP, Hergiswil (Bild: PD (Neue Nidwaldner Zeitung))

«Ich würde sehr gerne noch tatkräftiger den Kanton mitgestalten.» Niklaus Reinhard, Landrat, FDP, Hergiswil (Bild: PD (Neue Nidwaldner Zeitung))

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