NIDWALDEN: Regierungsrat rettet Skiroute aufs Alpelenhörnli

Skitouren auf das Alpelenhörnli müssten nach geltenden Regelungen verboten werden. Nun hat die Nidwaldner Regierung die Route für Wintersportler gerettet – aber mit strengen Auflagen.

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Skitouren aufs Alpelenhörnli sind künftig erlaubt (Symbolbild). (Bild: Keystone / Jean-Christophe Bott)

Skitouren aufs Alpelenhörnli sind künftig erlaubt (Symbolbild). (Bild: Keystone / Jean-Christophe Bott)

Bei der Route aufs Alpelenhörnli handelt es sich um die einzige nordseitige Skitour, die ab Engelberg im Hochwinter begangen werden kann. Ihr kommt deshalb für den Bergsport eine wichtige Bedeutung zu - nicht zuletzt auch als Verdienstmöglichkeit für die Bergführer und als beliebtes Ziel für Touristen. Da das Alpelenhörnli in einem eidgenössischen Jagdbanngebiet liegt, wäre es künftig verboten gewesen, diese Route im Winter zu begehen.

Der Nidwaldner Regierungsrat hat nun aber der «hohen, gesellschaftlichen und touristischen Bedeutung» dieser Route Rechnung getragen, indem er sie für Skitouren freigegeben hat, wie er die Staatskanzlei am Dienstag mitteilt. Der Regierungsrat hat zudem ein neues Wildruhegebiet in dieser Region definiert, um die Wildtiere zu schützen. Dieses Gebiet ist am Rande der neuen Route gelegen und darf im Winter von Skitourengängern nicht begangen werden.

Der Nidwaldner Regierungsrat ist überzeugt, eine gute Lösung für alle Beteiligten gefunden zu haben, welche einerseits auch künftig ein Begehen der beliebten Route ermöglicht und andererseits dem Schutzbedürfnis des Gebiets und der darin lebenden Wildtieren Rechnung trägt.

Diese Massnahmen wurden beschlossen

  • Aufstieg und Abfahrt der Route sollen nur in einem bestimmten Korridor erlaubt werden.
  • Der Routenverlauf im unteren Teil ist anzupassen, sodass der Waldrand gemieden wird.
  • Aktivitäten während der Nacht sind verboten.
  • Die Route wird nicht als Schneeschuhtour auf der Karte eingetragen.
  • Informationstafeln weisen auf die Routenführung hin.
  • Auf der Rückseite der Karte werden beim Routenbeschrieb die Massnahmen aufgeführt.
  • SAC und Bergführer stellen ihre Kanäle zur Verfügung, um auf die Einschränkungen aufmerksam zu machen.

pd/rem