Nidwalden
Regierungsrat steht hinter dem zweiten Massnahmenpaket für den öffentlichen Verkehr

Die Nidwaldner Regierung erwartet, dass die Unterstützungsbeiträge im laufenden Jahr sogar höher ausfallen werden, weil die Transportunternehmen im Vorjahr ihre Reserven praktisch aufgebraucht haben.

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Die Transportunternehmen leiden finanziell noch immer unter den Folgen der Pandemie.

Die Transportunternehmen leiden finanziell noch immer unter den Folgen der Pandemie.

Bild: Matthias Piazza (Stans, 21. Mai 2021)

Der Nidwaldner Regierungsrat befürwortet das zweite Massnahmenpaket zur Unterstützung des öffentlichen Verkehrs in der Covid-19-Krise, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Das Massnahmenpaket sieht vor, dass im regionalen Personenverkehr das Defizit für 2021 erneut durch einen einmaligen Beitrag an die Transportunternehmen durch Bund und Kantone gedeckt wird. Weiter soll der Bund auch für das Jahr 2021 einen Drittel der Verluste an den Ortsverkehr ausrichten. Schliesslich sollen zur Unterstützung des touristischen Verkehrs die per 1. März 2020 geltenden Bestimmungen auf den Zeitraum bis 30. Juni 2021 verlängert werden. Die Finanzhilfe des Bundes beläuft sich dabei auf maximal 80 Prozent des Kantonsbeitrags.

Für das Jahr 2020 hatten einzelne Transportunternehmen im Kanton Nidwalden Unterstützungsgesuche eingereicht. «Wir rechnen damit, dass dies auch für 2021 der Fall sein wird», wird Baudirektor Josef Niederberger in der Mitteilung zitiert. «Zudem ist davon auszugehen, dass die Unterstützungshilfe für 2021 höher ausfallen wird, da die Transportunternehmen im Vorjahr ihre Reserven fast vollständig aufgelöst haben, um ihre Verluste zu decken.»

Krise noch nicht ausgestanden

Der Regierungsrat verlangt laut Mitteilung jedoch, dass Transportanbieter im Vergleich zu anderen Unterstützungsinstrumenten gleichbehandelt, die Voraussetzungen für die Auszahlung von Finanzhilfen aber trotzdem restriktiv beurteilt werden. Weiter macht der Regierungsrat darauf aufmerksam, dass auch 2022 und 2023 noch mit Ertragsausfällen beim ÖV zu rechnen ist. Er erwarte vom Bund, dass für diese Jahre die Unterstützung der Transportunternehmen ebenfalls gewährleistet sein werde und rechtzeitig genügend finanzielle Mittel bereitgestellt werden. (sok)