Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NIDWALDEN: Regierungsrat überarbeitet kantonalen Richtplan

Der Nidwaldner Regierungsrat hat die Teilrevision des kantonalen Richtplans verabschiedet. Diese aktualisiert die Version von 2010. Zudem soll das in die Vernehmlassung geschickte Hochhauskonzept nach der Frist in den überarbeiteten kantonalen Richtplan aufgenommen werden.
Der Nidwaldner Regierungsrat hat den kantonalen Richtplan überarbeitet. (Symbolbild) (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Der Nidwaldner Regierungsrat hat den kantonalen Richtplan überarbeitet. (Symbolbild) (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Die letzte Gesamtrevision des kantonalen Richtplans stammt aus dem Jahr 2003. Die letzte Teilrevision wurde am 18. Juni 2010 abgeschlossen. Der kantonale Richtplan ist jedoch bei bedeutenden raumwirksamen Änderung oder bei neuen raumwirksamen Aufgaben stets anzupassen, wie der Kanton Nidwalden mitteilte.

Einerseits beruht die Begründung für diese Überarbeitung des Richtplans auf der Neuentwicklung des Agglomerationsprogramms Nidwalden und andererseits auf der Fortschreibung des Richtplans aufgrund neuer Konzepte, Erkenntnisse und neuer gesetzlicher Bestimmungen.

Organisiert und koordiniert hat die Überprüfung des Richtplans das Amt für Raumentwicklung. Insgesamt 128 Koordinationsaufgaben wurden in der veralteten Version ausgewiesen. Gelöscht wurden deren 15. Von den neu insgesamt 136 Koordinationsaufgaben wurden nun 89 überarbeitet, beziehungsweise neu erstellt und den neu geänderten, räumlichen Gegebenheiten angepasst. Bei der Teilrevision sind schwerpunktmässig die folgenden Themen von Bedeutung:

  • Aussagen zu den räumlichen Entwicklungstrends

Das im Kanton angestrebte Wachstum bis 2030 (Bevölkerung 12%; Arbeitsplätze 15%) sowie die Verteilung des Wachstums gemäss dem Szenario der dezentra-len Konzentration basieren auf den Ergebnissen eines partizipativen Prozesses mit den Gemeinden. Die Zielwerte wurden gemeinsam formuliert und im Zu-kunftsbild des Agglomerationsprogramms festgehalten. Die angestrebte Bevölke-rungsentwicklung entspricht weitestgehend den Prognosen des Bundes (10%) und dürfte auch dem Volkswillen gemäss RPG1 (Abstimmung vom März 2013) entsprechen. Gegenüber den vergangenen 20 Jahren wird lediglich mit einem halb so grossen Wachstum gerechnet (zwischen 1990 und 2010 rund 24%).

  • Die neuen Ziele der Raumordnungspolitik
  • Verdichtungspotentiale in den Bauzonen
  • Bessere Anbindung von Siedlung und Verkehr
  • Aussagen zu den Naturgefahren und den Oberflächengewässern
  • Der öffentliche Verkehr
  • Neue Aussagen zum Abbau von Steinen und Erden
  • Die Abfall- und Deponieplanung
  • Die Themen Energie und Klimawandel

Im Oktober 2013 hat der Regierungsrat den Entwurf der Teilrevision zur öffentlichen Anhörung und Mitwirkung freigegeben. Insgesamt machten 39 Mitwirkende Hinweise oder stellten Abänderungsanträge. Gesamthaft wurden 589 Anträge eingereicht mit bis zu 504 Unterschriften, wobei 364 unterschiedliche Formulierungen zur Anwendung gelangten. Nachfolgend sind die wichtigesten Anpassungen aufgrund der öffentliche Mitwirkung aufgelistet:

  • Delta der Engelberger Aa

Die Neugestaltung des Aadeltas hat einen direkten Zusammenhang mit dem Konzept Flugplatz Buochs. Da dieses Konzept noch nicht feststeht und somit die allfälligen, ökologischen Ausgleichsmassnahmen noch nicht bestimmt sind, wird die Koordinationsaufgabe L6-4 gestrichen. Die Aussagen der bisherigen, bereits heute gültigen und behördenverbindlichen Koordinationsaufgabe L6-3 bleiben bestehen.

  • Erschliessung Stans Nord

Die Koordinationsaufgabe V2-4 ‘Erschliessung Stans Nord‘ wird gestrichen und der Eintrag in der Hauptkarte angepasst. Das Problem der peripheren Erschlies-sung des nördlichen Siedlungsgebietes von Stans und die damit verbundene Entlastung der Robert-Durrer-Strasse, ist zurzeit nicht gelöst. Diese Aufgabe muss im Siedlungsleitbild von Stans sowie im partizipativen Prozess der Erneue-rung der Robert-Durrer-Strasse thematisiert werden.

  • Flugplatz Buochs

Da das Flugplatzdossier noch in Bearbeitung ist, werden sämtliche Informationen und Koordinationsaufgaben zum Hauptkapitel V5 (V5-1 bis V5-4) auf dem behör-denverbindlichen Richtplanstand von 2010 belassen. Anpassungen an den Richtplanblättern werden erst nach Vorliegen konkreter Entscheide vorgenommen.

Hochhauskonzept in Vernehmlassung geschickt

Mit der Diskussion rund um die Eindämmung des Kulturlandverlustes und dem Ziel einer Siedlungsentwicklung nach innen dürfte der Bautyp Hochhaus weiter an Bedeutung gewinnen. Bisher fehlte jedoch eine übergeordnete Perspektive, trotz einer öffentlich kontrovers geführter Diskussion. Nun hat der Regierungsrat zusätzlich die Neuerarbeitung des Hochhauskonzepts Nidwalden verabschiedet. Die Vernehmlassungsfrist dauert bis Ende Mai.

Der neu erarbeitete Entwurf des Hochhauskonzepts wird nun vor der definitiven Verabschiedung durch den Regierungsrat allen Gemeinden, den betroffenen kantonalen Fachstellen und Ämtern sowie dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) zur Mitwirkung zugestellt. Im Rahmen der nächsten Richtplanrevision soll das Hochhauskonzept als neue Koordinationsaufgabe in den kantonalen Richtplan aufgenommen werden.

pd/chg

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.