Nidwalden rüstet sich gegen Überalterung

Der Kanton Nidwalden beteiligt sich an einem internationalen Pilotprojekt, um Lösungen für die zunehmende Überalterung zu erarbeiten. Eine Konferenz informiert die breite Öffentlichkeit.

Drucken
Teilen
Auch im Kanton Nidwalden wird die Bevölkerung immer älter. (Symbolbild/Andreas Meier)

Auch im Kanton Nidwalden wird die Bevölkerung immer älter. (Symbolbild/Andreas Meier)

40'911 Personen wohnen im Kanton Nidwalden, das sind 13 Prozent mehr als noch im Jahr 1994. Auch im Moment wächst die Bevölkerung. In Zukunft dürfte sie allerdings nur noch leicht anwachsen – und dies vor allem dank Zuwanderung, wie aus einer Medienmitteilung der Nidwaldner Volkswirtschaftsdirektion zu entnehmen ist. Eine Entwicklung, die sich nicht gut mit den Zielen des Regierungsrates nach «kontinuierlichem Bevölkerungswachstum» vereinen lässt. Zudem prognostiziert die Volkswirtschaftsdirektion einen deutlichen Wandel in der Bevölkerungsstruktur. Der Anteil der über 65-Jährigen nehme kontinuierlich zu, während der Anteil junger Leute stark zurückgehe.

«Den Kopf nicht in den Sand stecken»

Die erwartete Überalterung stellt Nidwalden vor grosse Herausforderung. Man wolle aber nicht den Kopf in den Sand stecken, sonder heute an Lösungen für morgen arbeiten. Als Pionierregion beteiligt sich der Kanton am europäischen Projekt «Demochange im Alpenraum» mit Partnern in Deutschland, Italien, Österreich und Slowenien. Ziel dieses Projektes ist es, die Bevölkerung für den demographischen Wandel zu sensibilisieren, allgemein das Verständnis über dieses Phänomen zu verbessern und Lösungen im Umgang mit diesen Entwicklungen zu erarbeiten.

Öffentliche Konferenz

Zu diesem Zweck veranstaltet der Kanton am Donnerstag, 15. September, eine öffentliche Konferenz im Schulzentrum Pestalozzi in Stans. Präsentiert werden Einschätzungen mehrerer Arbeitsgruppen aus dem Kanton, die sich mit der Thematik auseinander gesetzt haben. Auch der Volkswirtschaftsdirektor Gerhard Odermatt und Wissenschaftler mit fundiertem Fachwissen werden vor Ort sein. Anmeldungen sind an volkswirtschaftsdirektion@nw.ch erwünscht.

pd/raz