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Nidwalden schafft Amt für Militär und Bevölkerungsschutz samt Chef ab

Martin Dudle verlässt die kantonale Verwaltung per sofort. Aufgrund neuer Strukturen
braucht es keinen Leiter für das Amt mehr.
Martin Uebelhart
Martin Dudle-Ammann. (Bild: Matthias Piazza)

Martin Dudle-Ammann. (Bild: Matthias Piazza)

Die Medienmitteilung war kurz und bündig: Aufgrund der Reorganisation der Strukturen im Nidwaldner Amt für Militär und Bevölkerungsschutz wird die Funktion des Amtsleiters aufgehoben. Leiter Martin Dudle verlässt die kantonale Verwaltung.

Auf Nachfrage erläutert Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser, dass der Regierungsrat beschlossen habe, die Leitung des kantonalen Führungsstabs neu beim Polizeikommandanten anzusiedeln. «Dort ist diese Funktion am richtigen Ort», so Kayser. Diese Stabschef-Funktion habe neben der Amtsführung den Löwenanteil der Aufgaben des bisherigen Amtsleiters ausgemacht, so Karin Kayser. Die verbleibenden Abteilungen Militär und Bevölkerungsschutz sollen künftig der Direktion unterstellt werden. Umgesetzt werden soll die Reorganisation auf den 1. Dezember, wenn der neue Polizeikommandant Jürg von Gunten sein Amt antritt.

«Die Ämter­fusion hat nie wie gewünscht funktioniert.»

Karin Kayser, Nidwaldner Justiz- und Sicherheitsdirektorin

Martin Dudle sei ab sofort freigestellt, sagt Karin Kayser weiter. Sein Arbeitsverhältnis endet offiziell Ende Mai 2019. Auf die Frage, ob Dudle eine Abgangsentschädigung erhält, verweist sie auf das Personalgesetz. Dort steht, dass unter gewissen Umständen eine Entschädigung von höchstens der Hälfte des bisherigen Jahreslohns geleistet werden kann. «Über die Details haben wir Stillschweigen vereinbart».

Man habe schon länger mit Martin Dudle in Kontakt gestanden zur Frage «Wie weiter?», als die Reorganisation absehbar wurde. «Es wäre wohl etwas viel verlangt, bei der Umsetzung einer Strukturänderung mitzuwirken, welche die eigene Stelle überflüssig macht.»

Spätfolge der Amtsfusion

Karin Kayser räumt ein, dass die Reorganisation eine Spätfolge der Fusion der Ämter für Militär und Bevölkerungsschutz vor zehn Jahren sei. «Die Ämterfusion hat nie wie gewünscht funktioniert. Und dann muss man den Mut haben zu sagen, man korrigiert Fehler, die in der Vergangenheit gemacht worden sind.» Schon vor vier Jahren sei es wegen der Strukturen zu Konflikten gekommen, so Karin Kayser.

Damals hatte Dudles Vorgänger Urs Friedländer seinen Posten wegen der bestehenden Strukturen und unterschiedlichen Auffassungen über die Weiterentwicklung des Amts im gegenseitigen Einvernehmen verlassen. «Dass Martin Dudle jetzt die kantonale Verwaltung verlässt, hat zudem nichts mit der persönlichen Situation von ihm und mir zu tun», betont die Regierungsrätin. Er hatte als Gemeindeschreiber von Oberdorf bereits mit Karin Kayser zusammengearbeitet, die vor ihrer Wahl in die Regierung dort Gemeindepräsidentin war.

Martin Dudle wollte gestern nicht näher über die Umstände seines Abgangs Auskunft geben und verwies auf Nachfrage auf die Medienmitteilung der Justiz- und Sicherheitsdirektion.

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