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NIDWALDEN: Schlussspurt bei der Kandidatensuche

Am 28. Februar wird der Nachfolger von Hans Wicki gewählt. Die Anzeichen verdichten sich, dass die meisten Parteien antreten.
Oliver Mattmann
Im Regierungsrat wird der Nachfolger von Hans Wicki (FDP) gesucht. (Bild: Keystone)

Im Regierungsrat wird der Nachfolger von Hans Wicki (FDP) gesucht. (Bild: Keystone)

Oliver Mattmann

Mit dem Sprung in den Ständerat hinterlässt Hans Wicki (FDP) eine Lücke im Regierungsrat. Die Ersatzwahl für den vorzeitig zurücktretenden Baudirektor ist auf den 28. Februar anberaumt, bis am 11. Januar sind Kandidaturen einzureichen. FDP-Präsident Ruedi Waser lässt keine Zweifel offen, dass die FDP gewillt ist, ihren dritten Sitz in der Regierung zu verteidigen. «Wir werden sicher antreten», sagt er heute schon, selbst wenn die interne Eingabefrist für Kandidaturen noch läuft. «Im Moment besteht der Favoritenkreis aus etwa fünf Personen, mit denen Gespräche stattfinden. Es können sich aber noch mehr dazugesellen.» Nimmt man die Fraktionsstärke als Massstab – CVP und SVP haben aktuell zwei Sitze mehr im Landrat – würde der FDP nicht zwingend ein dritter Sitz zustehen. Doch Waser hält entgegen: «Bei Regierungsratswahlen zählen in erster Linie die Köpfe. Solche Wahlen gehen über die Parteigrenzen hinaus.» Er ist deshalb überzeugt: «Wenn wir eine gute Kandidatur präsentieren, werden wir den Sitz halten können.»

Höchstes Amt als Sprungbrett?

Waser ist sich aber bewusst, dass die Konkurrenz der FDP das Feld nicht kampflos überlassen wird. Gemäss unseren Recherchen verdichten sich die Anzeichen, dass alle Grossen auf der Parteienlandkarte zur Wahl schreiten werden. Allen voran die Grünen dürften ein Interesse haben, wieder Anschluss zu finden im Regierungsrat. Seit Leo Odermatts Abgang 2010 ist das linke Spektrum nicht mehr vertreten.

Präsident Leo Amstutz bestätigt, dass man aktiv auf potenzielle Kandidaten zugegangen ist. Namen will er keine nennen, doch kursieren unter anderem jene von Thomas Wallimann und Conrad Wagner, beides Landräte. Letzterer würde sich nach 2014 zum zweiten Mal aufstellen lassen – und sagt auf Anfrage: «Ich schliesse eine Kandidatur im Vornherein nicht aus.» Was ebenfalls dafür spricht: Wagner ist derzeit Landratspräsident und hat als solcher viele repräsentative Auftritte. Das ehrenvolle Amt hat auch schon Yvonne von Deschwanden, Res Schmid oder Alfred Bossard als Sprungbrett in die Regierung gedient.

Teilerfolg als Motivationsspritze?

Beim erneuten Blick auf den Wähleranteil würde den Grünen eigentlich ein Sitz in der Regierung zustehen. Doch Leo Amstutz weiss: «Unser Wunsch ist nicht relevant.» Die Frage werde sein, «ob der rechte Parteienverbund erkennt, dass wir Initiativ- und Referendumsstärke haben und wir diese Mittel vermehrt einsetzen könnten». Erst vor kurzem hat das Stimmvolk mit dem Schulgeld und den Abstrichen bei den Ergänzungsleistungen zwei Sparvorlagen gekippt, die von der bürgerlichen Ratsmehrheit abgesegnet und von den Grünen mit Referenden bekämpft worden waren. Conrad Wagner glaubt sogar, dass dieser Teilerfolg den Grünen im Hinblick auf die Ersatzwahl Auftrieb verleihen könnte. Er persönlich ist der Meinung, dass die Formel 2-2-2-1 (je zwei Sitze SVP, CVP, FDP; ein Sitz Grüne) ein gangbarer Weg wäre. «Dies hat die Erfahrung mit Leo Odermatt gezeigt.» Von einem Linksrutsch könne man deswegen noch lange nicht sprechen. «Aber wir wären eingebunden. Zurzeit müssen wir uns die Informationen teils mit Vorstössen oder Anfragen beschaffen. Dies dürfte kaum im Sinne des Ratsbetriebs sein.»

Nationalratswahl mit Nachspiel?

Den Grünen den Vortritt zu überlassen, davon dürften die Bürgerlichen weit entfernt sein. «Ich sehe wenig Aussicht auf Erfolg, dass sich die Parteien in diese Richtung absprechen», sagt CVP-Präsidentin Therese Rotzer. Das Stimmvolk wolle letztlich auch eine Auswahl haben. Ihre Partei sondiere ebenfalls in den eigenen Reihen nach potenziellen Kandidaten. Und auch SVP-Präsident Christoph Keller hält fest: «Wir würden gerne antreten und sind nicht schlecht auf Kurs.» Dem Konkordanz-Ansinnen aus dem linken Lager kann er nur wenig abgewinnen. «Wenn man schon darauf pocht, dann wäre es den Grünen gut angestanden, wenn sie nicht einen Wildfremden ohne Rucksack unterstützt hätten», spielt er auf die Nationalratswahl an, bei der Peter Keller unverhofft Konkurrenz vom linksorientierten Journalisten Andreas Fagetti erhalten hatte.

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