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NIDWALDEN: Seine Firmenidee schliesst für reiche Kunden eine Lücke

Pascal Risi will mit seinem Limousinenservice in eine Marktlücke vorstossen. Er bietet einen Vollservice für gut betuchte Kunden an.
Martin Uebelhart
Pascal Risi bringt eine Kundin zu ihrer Maschine auf dem Flugplatz Buochs. Bild: Markus Frömml/PD

Pascal Risi bringt eine Kundin zu ihrer Maschine auf dem Flugplatz Buochs. Bild: Markus Frömml/PD

Noble Drive heisst Pascal Risis Firma, mit der er Personentransporte im gehobenen Segment anbieten will. Mit Stretch-Limousinen hat er allerdings nichts am Hut. Er hat als Kunden vermögende Geschäftsleute, Hotelgäste und Personen aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness im Auge. In seinem Fuhrpark stehen ein Jaguar XJ und ein Range Rover – beide in einer Topausstattung. Er habe eine gute Zusammenarbeit mit Jaguar. «Da ich nicht jeden Kundenwunsch abdecken kann, miete ich gegebenenfalls Fahrzeuge zu», sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Auf Wunsch steht auch ein Maserati Quattroporte zur Verfügung.

Pascal Risi glaubt, mit seinem Angebot in eine Marktlücke vorzustossen. «In der ganzen Zentralschweiz gibt es keinen einzigen reinen Limousinenservice», sagt er. Bis anhin seien es Taxiunternehmen gewesen, die in diese Nische gedrängt hätten. Er hat sein Unternehmen im vergangenen Sommer gegründet. Drei Jahre hatte er die Idee für seine Firma im Hinterkopf. «Damals habe ich auf dem Flugplatz ­Buochs als Operator gearbeitet und gesehen, dass die bequeme und luxuriöse Reise für die Passagiere beim Verlassen des Privatjets abrupt endet. Das will er mit seinen Limousinen ändern. Die Hauptklientel sieht er in Hotels der Luxusklasse, Businessjets, Charter und in der Zentralschweiz ansässigen internationalen Firmen. «Auf dem Airport konnte ich auch entsprechende Kontakte knüpfen mit Geschäftsleuten, Charter- und Helikopterfirmen sowie Investoren.» Noch sei das Ganze im Aufbau begriffen. Er habe schon die einen oder anderen Aufträge, die ein gewisses Polster fürs kommende Jahr brächten, erklärt er. Am übernächsten Sonntag macht er Werbung in eigener Sache, wenn er Michael Schacht und Jodoc Seidel, die beiden Protagonisten der SRF-3-Krimiserie Philip Maloney, zum Sonntagskrimi des Musikvereins Dallenwil von Zürich in den Kanton Nidwalden und wieder zurück bringt.

Auf der Suche nach Nidwaldner Geschäftssitz

Noch arbeitet er zu 20 Prozent am Flughafen Zürich im Bereich VIP-Betreuung. Ab dem kommenden Jahr will er sich voll auf sein Geschäft konzentrieren. Neben ihm gibt es noch einen stillen Teilhaber, der ihn unterstützt «und der im Moment noch im Hintergrund bleiben möchte». Zurzeit sei sein Büro noch in Luzern. «Unterstützt von der Wirtschaftsförderung suche ich einen Geschäftssitz in Nidwalden, denn ich möchte hier mein Domizil haben», sagt der Nidwaldner, der in Buochs und Ennetbürgen aufgewachsen ist. In den kommenden Tagen soll auch eine Website online gehen. «Mittelfristig soll es möglich sein, über diese Seite meine Angebote zu buchen», sagt er. Doch vieles laufe über Kontakte, hält er fest, und erwähnt als Beispiel ein Hotel in Interlaken. «Dort steigen viele Leute aus dem asiatischen und dem arabischen Raum ab. Hier biete ich auch Rundreisen an, etwa über vier Pässe oder Ausflüge zum Shopping nach Mailand oder Zürich. Die Limousinen kann man mit einer gewissen Vorlaufzeit an der Réception direkt buchen.»

Vollservice mit Internet und Catering

Risi gibt ein Preisbeispiel: «Von Nidwalden an den Flughafen Zürich schlägt die Fahrt mit 1100 bis 1400 Franken zu Buche», abhängig von Fahrzeug und gebuchtem Kundenpaket. Dazu gehöre ein Vollservice. «Man wird nicht einfach in der 5-Minuten-Wartezone mit dem Koffer an den Randstein gestellt», betont er. «Dank meinen Kontakten kann ich das Auto an einem speziellen Ort parkieren und begleite die Fahrgäste bis zum Check-in.» Auch gibt es Internet sowie Catering vom Hotel Seerausch in Beckenried im Auto. «Es ist etwas anderes als ein Taxi», hält Risi fest. Er sieht sich nicht als Konkurrenz für das Taxigewerbe.

Ausser der Taxiprüfung, regelmässigen Fahrtrainings und einem tadellosen Auftreten brauche es für diesen Job auch ein gewisses Einfühlungsvermögen, sagt Risi. «Man muss merken, was die Fahrgäste wünschen.» Die einen möchten sich gerne unterhalten, andere wollen lieber für sich sein.

Martin Uebelhart

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