Nidwalden setzt sich aktiv mit Klimawandel auseinander

Der Regierungsrat sieht die Forderungen eines Postulats im Landrat bereits als weitestgehend erfüllt.

Martin Uebelhart
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Der Nidwaldner Regierungsrat soll prüfen, ob die Eindämmung des Klimawandels als kantonale Aufgabe von höchster Priorität zu erklären ist und seine Massnahmen sich an den Berichten des Weltklimarats orientieren sollen. In diese Stossrichtung gehen die Forderungen in einem Postulat der beiden Landräte Dominic Starkl (Grüne, Stansstad) und Daniel Niederberger (SP, Stans).

In seiner Antwort auf den Vorstoss anerkennt der Regierungsrat laut einer Medienmitteilung grundsätzlich die Haltung der Postulanten. Er kommt jedoch zum Schuss, dass die Forderungen bereits heute weitestgehend erfüllt seien, sofern sie in der Zuständigkeit des Kantons lägen. Bereits heute würden personelle und finanzielle Ressourcen investiert, damit der Kanton den Herausforderungen des Klimawandels angemessen begegnen könne. Er empfiehlt dem Landrat, den Vorstoss abzulehnen.

Klimabericht soll breit bekannt gemacht werden

Seit 2013 bestehe eine direktionsübergreifende Arbeitsgruppe, die sich mit dem Klimawandel und dessen Herausforderungen auseinandersetze. Der Bericht «Klimaanpassung Kanton Nidwalden – Standortbestimmung» vom August 2018 fasse die Risiken und Chancen zusammen und zeige, welche laufenden und geplanten Aktivitäten zur Anpassung an die klimatischen Veränderungen beitragen. Die Regierung sieht vor, die breite Öffentlichkeit mit einer Broschüre darüber in Kenntnis zu setzen. Auf der Internetseite des Kantons ist der Bericht zugänglich. Die derzeit laufende Revision der Energie-Gesetzgebung stütze sich auf ein neues Energieleitbild, in dem definiert werde, wie die Ziele der vom Schweizerischen Stimmvolk angenommenen Energiestrategie 2050 erreicht werden sollen.

Mit einem Förderprogramm unterstütze der Kanton Nidwalden ausserdem den Ersatz von fossilen durch erneuerbare Energien.