Nidwalden sichert im Richtplan mehr Raum für Doppelspurausbau zwischen Luzern und Engelberg

Der Nidwaldner Landrat will für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Luzern und Engelberg mehr Raum sichern. Er hat dies bei der Richtplanrevision am Mittwoch aufgenommen.

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(sda) Das Parlament segnete die Teilrevision einstimmig ab. Der Hauptteil der Anpassung war die Reduktion des Perimeters des Flugplatzes Buochs auf die minimal betriebsnotwendige Fläche nach der Änderung der Zweckbestimmung von einem militärischen zu einem zivilen Flugplatz.

Obwohl der Flugplatzperimeter reduziert wird, soll sich die Zivilluftfahrt massvoll entwickeln können. Ein Ausbau zu einem konzessionierten Regionalflugplatz bleibt ausgeschlossen. Dies war im Landrat unbestritten.

Eine Änderung bewilligte der Rat dagegen einstimmig im Bezug auf die Raumsicherung für künftige Angebotsausbauten auf der Schiene, konkret bei der aktuellen Einspurstrecke der Zentralbahn, die im Bereich Oberdorf auf eine Doppelspur ausgebaut werden könnte. Einer Verlängerung der betroffenen Strecke im Richtplan verwehrte sich die Regierung nicht. Ziel ist es, mehr Optionen für den allfälligen Ausbau zu haben und den Kulturlandverlust geringer zu gestalten.

Karten entfernt

Ganz aus dem Richtplan entfernen liess der Rat indes Karten zum Fuss- und Radwegnetz. Laut der vorberatenden Kommission sind diese mangelhaft. Einige der abgebildeten Wege seien ungeeignete Verbindungen, der Richtplan sei zudem nicht das geeignete Instrument, um einzelne Radwegabschnitte zu diskutieren. Auch dem widersetzte sich die Regierung nicht.

Die CVP regte an, der Langsamverkehr soll bei der gleichen Amtsstelle angesiedelt werden. Als exemplarisches Problem nannte ihr Sprecher etwa die Biker auf den Wanderwegen, für die die Zuständigkeiten nicht klar seien.

Der Bundesrat soll die Richtplanteilrevision bis Ende Jahr genehmigen. Zuletzt war im Januar 2018 eine Teilrevision des kantonalen Richtplans in Nidwalden vom Bundesrat genehmigt worden.