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NIDWALDEN: Sie bereichern den Nidwaldner Hip-Hop

In Nidwaldens überschaubarer Hip-Hop-Szene hat sich ein Name durchgesetzt: Criga. Mit seiner Band et zra wird er am Samstag an den Stanser Musiktagen auftreten und einige ganz frische Songs zeigen.
Carina Odermatt
Der Nidwaldner Rapper Criga tritt am Samstag mit seiner Band et zra an den Stanser Musiktagen auf. (Bild: PD)

Der Nidwaldner Rapper Criga tritt am Samstag mit seiner Band et zra an den Stanser Musiktagen auf. (Bild: PD)

Carina Odermatt

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Sie haben einen Song erschaffen, der sich über die Jahre zu einer Nidwaldner Hymne entwickelt hat. «Lagerfeyrromantik» fängt eine ganz spezielle Stimmung ein: magische Sommerabende im ländlichen Nidwalden unter Freunden, am gemütlichen Feuer sitzend und ein Bierchen trinkend. Damals, im Jahr 2012, bestand Criga noch aus dem Rapper und Texter Criga (Christian Berlinger), dem Komponisten Bani Jackson (Urban Zemp) und dem DJ Cedj (Cedric Odermatt), der sich mittlerweile jedoch zurückgezogen hat. Inzwischen wurde aus dem Trio eine fünfköpfige Band mit dem Namen Criga et zra (ausgesprochen: etcetera).

«Fälschlicherweise werden wir immer in die Hip-Hop-Schublade gesteckt. Und ja, ich komme aus der Rap-Szene», bestätigt der 31-jährige Criga. «Doch unsere Musik ist eher eine Mischung aus Hip-Hop, Reggae und Pop.» Genau dieser Mix könnte der Schlüssel zum Erfolg der Band sein, denn ihre Musik ist massentauglich, die Melodien eingängig. Wenn Criga et zra auftritt, fühlen Jung und Alt die Beats.

Criga hat schon früh begonnen zu rappen und zu texten, doch lange beschränkten sich seine Auftritte auf Jamsessions und Open Mic Nights. Seine musikalische Karriere begann in Meiringen im Berner Oberland, wo er während der Berufsschule mit seiner Band Giddimani erste Bühnenerfahrungen sammelte. Zurück in Nidwalden, sollte ein eigenes Album entstehen. Die Texte standen, die Beats aber fehlten. Durch einen gemeinsamen Bekannten fand er zu Bani Jackson, der ihm für das erste Album im Jahr 2012 «Erschtä Satz is chaltä Wasser» fast alle Beats lieferte und als Gitarrist auf der Bühne stand.

Mit zunehmendem Erfolg wurde für die beiden Musiker klar, dass sie eine richtige Band wollten. In der Band Wease haben sie drei Musiker gefunden, die menschlich und musikalisch zu ihnen passten. Für Doma (Dominik Gander, Bass und Gesang), Don Pepe (Pascal Marzer, Gitarre und Gesang) und Stef (Stefano Costa, Schlagzeug) war sofort klar, dass sie Teil der Band werden wollten, die seither den Namen Criga et zra trägt.

Erste Priorität: sich treu zu bleiben

«Criga und ich haben eine sehr unterschiedliche Arbeitsweise», meint Bani Jackson. Dies habe viel mit ihren beruflichen Hintergründen zu tun, denn für alle fünf Musiker ist Criga et zra noch Hobby und Nebenverdienst. Der 31-jährige Stanser Bani Jackson arbeitet im IT-Bereich, Criga hingegen besitzt als Kranmonteur eher Handwerkermentalität. «Criga will sofort alles zu Ende bringen, was er beginnt. Er ist sehr produktiv. Ich hingegen bin eher der Perfektionist. Wir konnten uns in der Mitte finden, was unsere Zusammenarbeit so wertvoll macht», ist sich Bani Jackson sicher. Hauptberuflich Musik zu machen hat für Criga derzeit noch nicht Priorität. «Es ist eine harzige Strecke von den Oberflächen im Underground bis zum Bekanntheitsgrad, der ausreicht, um von der Musik zu leben. Ich will mir und meiner Musik treu bleiben, ohne mich für Erfolg anpassen oder verbiegen zu müssen.»

Auch seinem urchigen Nidwaldner Dialekt ist Criga treu geblieben. Seine Texte wirken authentisch, sie beschreiben das Lebensgefühl der Nidwaldner. Kaum überraschend, dass Criga bereits zum wiederholten Mal seinen Platz auf dem Line-up der Stanser Musiktage hat, im Jahr 2014 etwa als Vorband von Lo & Leduc. Dieses Jahr treten sie zum ersten Mal als Criga et zra auf. Ihre früheren Songs haben sie neu interpretiert, und einige ganz frische Tunes werden zum ersten Mal auf der Bühne gespielt. «Auf die Musiktage freuen wir uns immer ganz speziell. Früher waren wir selber immer im Publikum, heute rocken wir die Bühnen», freut sich Bani Jackson. Das wird bis auf weiteres ihr letzter Auftritt sein, denn die Band arbeitet an der Aufnahme eines neuen Tonträgers.

Hinweis

Criga et zra treten am Samstag, 29. April, um 20 Uhr auf dem Dorfplatz auf. Weitere Infos unter:

stansermusiktage.ch.

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