Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NIDWALDEN: SNB-Millionen entlasten den Haushalt

Von der Nationalbank fliessen dieses Jahr 6,8 Millionen Franken an den Kanton Nidwalden – doppelt so viel wie budgetiert. In Obwalden wurde weniger konservativ budgetiert: Man ging davon aus, dass die Ausschüttung höher ausfällt.
Martin Uebelhart
So sieht die neue 20er-Note aus. (Bild: Schweizerische Nationalbank)

So sieht die neue 20er-Note aus. (Bild: Schweizerische Nationalbank)

Martin Uebelhart

martin.uebelhart@nidwaldnerzeitung.ch

3,4 Millionen Franken hat der Kanton Nidwalden als Anteil am Reingewinn der Schweizerischen Nationalbank (SNB) für dieses Jahr budgetiert. Nun steht fest: Der Betrag wird doppelt so hoch sein. «Als Finanzdirektor freut man sich natürlich, wenn irgendwoher mehr Geld hereinfliesst als angenommen», sagt Finanzdirektor Alfred Bossard im Gespräch mit unserer Zeitung. «Wir haben konservativ budgetiert, obschon sich aufgrund der Entwicklung des Dollar- und Euro-Kurses abzeichnete, dass die Ausschüttung höher ausfallen könnte.» Man stelle jedes Jahr die 3,4 Millionen ins Budget. «Denn», so gibt Bossard zu bedenken, «wenn man sieht, dass die Nationalbank Devisen im Wert von 700 bis 800 Milliarden Franken angeäufnet hat, haben kleine Änderungen grosse Auswirkungen.» In einem anderen Jahr könne der SNB-­Gewinn leicht zu einem Verlust in ähnlicher Grössenordnung werden, hält er fest. Die SNB hat diese Woche für 2017 einen Gewinn von 54 Milliarden Franken ausgewiesen.

Die zusätzlichen 3,4 Millionen Franken will der Finanz­direktor für den Staatshaushalt einsetzen. «Wenn es nicht zu Mindereinnahmen bei anderen Konten kommt, wird sich das ­Ergebnis für 2018 um die Summe verbessern.» Das im vergangenen November vom Landrat verabschiedete Budget des Kantons Nidwalden sieht einen Fehlbetrag von knapp 3 Millionen Franken vor.

Obwalden budgetierte den vollen Betrag

Beim Posten «Anteil am Reingewinn der SNB» im Budget 2018 stellte die Obwaldner Regierung bereits 5,97 Millionen Franken ein, was dem höchstmöglichen Beitrag entspricht. Der Voranschlag, den das Parlament im ­Dezember genehmigte, ging von einem Minus von knapp 10 Millionen Franken aus.

Als die Regierung im Sep­tember das Budget verabschiedete, habe man anhand der Schwankungsreserven sowie der beiden ersten Quartale davon ausgehen können, dass die SNB den Maximalbetrag ausschütten werde, wenn es nicht zu grösseren unvorhersehbaren Entwicklungen komme, hiess es bei der Finanzverwaltung am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Ebenfalls optimistisch veranschlagte der Kanton Zug für 2018 den Zustupf aus der SNB-Kasse, wie aus einer Zusammenstellung der Nachrichtenagentur hervorgeht. Im Budget ging die Regierung von 16,9 Millionen Franken aus. Zug erhält nun aber knapp 20 Millionen Franken. In den weiteren Zentralschweizer Kantonen rechneten die Regierungen mit einer Ausschüttung von 1 Milliarde Franken an Bund und Kantone. Sie stellten entsprechend die Hälfte der SNB-Beiträge in ihren Voranschlägen ein.

Luzern erhält fast 64 Millionen Franken

Luzern etwa plante mit einer ­Gewinnausschüttung von 32 Millionen Franken, was gegenüber dem Budget 2017 eine Verschlechterung von 23,2 Millionen Franken bedeutete. Nun aber erhält der Kanton laut Finanzdirektor Marcel Schwerzmann genau 63866127 Franken. Die zusätzlichen 32 Millionen entlasten den für 2018 einkalkulierten Fehl­betrag von 43,6 Millionen Franken. Sie werden dem Ausgleichskonto der Schuldenbremse gutgeschrieben.

Das ermögliche dem Kanton, bestehende Risiken für die Jahre 2020 abzudecken. «Damit zusätzliche Ausgaben zu finanzieren, lehne ich konsequent ab», ­zitiert die SDA Schwerzmann. Die doppelte Auszahlung sei kein wiederkehrendes Ereignis, die Auszahlung der ersten Tranche dagegen, also der insgesamt 1 Milliarde Franken, sei in den letzten zehn Jahren stets erfolgt. Entsprechend habe man trotz ­guter Anzeichen seitens der SNB mit dem halben Betrag budgetiert.

So verfuhren auch Uri und Schwyz. Anders als Luzern legte Schwyz ein positives Budget vor. Zum veranschlagten Plus von 11,8 Millionen Franken, indem die Regierung auf einen SNB-Beitrag von 12,4 Millionen Franken gehofft hatte, kommt nun noch einmal so viel Geld dazu. Auch in Uri (3 Millionen Franken budgetiert) wird der Betrag verdoppelt. Die SNB verteilt 1,3 Milliarden Franken an die Kantone. Die Verteilung der Gelder richtet sich nach der Wohnbevölkerung der Kantone.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.