Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

NIDWALDEN: Solardörrschrank und Tesla-Spule begeistern Jury

Mit 24 Einsendungen gab es eine Rekordbeteiligung für den Mint-Preis. Die Arbeiten zweier Schüler überzeugten. Sie teilen sich den ersten Rang.
Elias Niederberger (rechts) zeigt Bildungsdirektor Res Schmid seinen Dörrschrank, mit dem er den Mint-Preis gewann. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 26. Juni 2017))

Elias Niederberger (rechts) zeigt Bildungsdirektor Res Schmid seinen Dörrschrank, mit dem er den Mint-Preis gewann. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 26. Juni 2017))

Für die dritte Ausgabe des Mint-Preises unter dem Patronat der Bildungskommission des Kantons Nidwalden und der Pilatus-Flugzeugwerke waren 24 Arbei­ten von Schülern zum Thema Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz Mint) eingereicht worden – so viele wie noch nie. Vor einem Jahr waren es noch sechs Arbeiten, vor zwei Jahren vier.

Bildungsdirektor Res Schmid zeigte sich am Montag an der Verleihung des Mint-Preises bei den Pilatus-Flugzeugwerken in Stans ob der grossen Beteiligung und der eingereichten Projekte begeistert. «Es ist eindrücklich, was alles zusammengekommen ist.»

Die Jury, gestellt von der Bildungskommission, hatte die Qual der Wahl gehabt. Schliesslich wurden zwei Schüler mit dem ersten Preis im Wert von 300 Franken ausgezeichnet – gesponsert von den Pilatus-Flugzeugwerken. Die Wahl fiel auf den Solardörrschrank und die Tesla-Spule. Res Schmid lobte die gute Idee und deren Umsetzung. «In Zeiten der Energiewende, wo man alternative Energielösungen sucht, sind wir der Meinung, dass diese beiden Projekte den ersten Preis verdienen.»

Getränkedosen spielen wichtige Rolle

Mit reiner Sonnenenergie werden die Früchte in diesem besonderen Schrank gedörrt. Die Sonne scheint auf schwarze Getränkedosen. Die erwärmte Luft steigt auf und erhitzt so die auf einem Gitter eingelagerten Früchte. Steine dienen als Wärmespeicher, sie halten die Temperatur im Innern konstant, falls die Sonne hinter den Wolken verschwinden sollte. «Ich wollte ein Gerät konstruieren, das innovativ ist und mit erneuerbaren Energien zu tun hat», erklärte Elias Niederberger gegenüber unserer Zeitung. Zusammen mit seiner Tante, die das Bauernlehrjahr mache und etwas mit Lebensmitteln entwickeln wolle, sei die Idee für den Solardörrschrank entstanden. «Ich bin sehr stolz auf meine Arbeit und meiner Tante auch dankbar. Ohne ihre Hilfe hätte ich das so nicht geschafft.»

Mit seiner Erfindung konnte der 15-Jährige offenbar nicht nur die Jury überzeugen. «Viele Leute sind schon auf mich zugekommen. Jemand interessierte sich sogar für meine Dokumentation. Möglicherweise will die Person einen solchen Dörrschrank kaufen», erzählte Elias Niederberger. Das Preisgeld von 300 Franken will der angehende Metallbau-Lehrling vorerst auf die Seite legen.

Der zweite Sieger, Kilian Aschwanden aus Buochs, überzeugte die Jury mit seiner Tesla-Spule. Vereinfacht gesagt geht es bei seinem Produkt, das im Kern auf der Erfindung von Nikola Tesla beruhe, darum, dass seine Spule auf kurzer Distanz drahtlos, also sozusagen über die Luft, Strom überträgt. Eine LED in der Nähe könnte man so zum Leuchten bringen, versicherte der 16-Jährige. «Einen konkreten Anwendungszweck gibt es dafür zwar nicht, ich wollte einfach die Technologie demonstrieren. Aber bei einer Weiterentwicklung wäre vieles möglich», zeigte er sich überzeugt. Als Preisträger fühle er sich sehr geehrt, auch er will die 300 Franken vorderhand sparen.

Für den zweiten Preis und den Anerkennungspreis gab’s 200 Franken, für den dritten Preis 100 Franken.

Lust am Forschen möglichst früh wecken

«Die Bildung ist fundamental für den Werkplatz Schweiz und unseren Wohlstand», begründete Regierungsrat Res Schmid die Durchführung des Mint-Preises. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik wolle man darum verstärkt fördern, hier herrsche ein grosser Bedarf. Damit könne man nicht früh genug anfangen. «Die Lust am Forschen, Entwickeln und Tüfteln muss man bei den Jungen möglichst früh wecken.» Er könne sich gut vorstellen, dass aufgrund der grossen Beteiligung im nächsten Jahr noch mehr Schüler vom Tüftlerfieber ergriffen würden.

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.