Nidwalden soll «suibr bliibe»

Der Kehrichtverwertungsverband hat eine dreimonatige Kampagne ins Leben gerufen. Mit Plakaten und einer Wanderausstellung will er auf die Problematik Littering aufmerksam machen.

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Der Suibr-Container auf dem Stanser Dorfplatz.

Der Suibr-Container auf dem Stanser Dorfplatz.

Bild: Adrian Venetz (Stans, 1. April 2020)

(ml) Mit der Kampagne «Suibr bliibe!» sagt der Kehrichtverwertungsverband (KVV) Nidwalden ab April dem Littering den Kampf an. Während dreier Monate, vom 1. April bis 30. Juni, wird mittels einer Plakatkampagne die Bevölkerung des Kantons Nidwalden darauf aufmerksam gemacht, dass Entsorgen statt Wegwerfen angesagt ist. «So soll der Anonymisierung der Abfallentsorgung entgegengewirkt werden», sagt Adolf Scherl, Präsident des KVV Nidwalden. Er ist der Ansicht, dass der Bezug zum Abfall nicht mehr derselbe ist, wie zu Zeiten, als noch Schulklassen die Altpapiersammlung erledigten.

Mit vier verschiedenen Plakatsujets macht der KVV Nidwalden mit der positiv formulierten Kampagne «Suibr bliibe!» darauf aufmerksam, dass jede einzelne Person für eine saubere Umwelt sorgen kann und soll, heisst es in einer Mitteilung. Die Plakate werden während der drei Monate im gesamten Kanton an verschiedenen Standorten zu sehen sein.

Wanderausstellung begleitet durch Schulklassen

Als Begleitmassnahme unterstützt eine Wanderausstellung die Plakatkampagne. Als visuelles Aushängeschild dient ein Papiercontainer, der von Gemeinde zu Gemeinde wandert und an exponierten Stellen zu sehen sein wird. Ursprünglich hätten darin Projektarbeiten von Schulklassen zum Thema ausgestellt werden sollen. Aus aktuellem Anlass ist dies nicht möglich. Die Produkte jener neun Klassen, die ihre Projekte beenden konnten, sind allerdings in den sozialen Medien veröffentlicht.

Wie es mit der Kampagne weitergeht, sobald die Bevölkerung wieder verstärkter im öffentlichen Raum bewegen darf, ist noch nicht klar. Laut Adolf Scherl will der KVV aber, sobald es möglich ist, mit der Sensibilisierung weitermachen.

Vergleichsweise kleine Mengen, aber trotzdem störend

Littering kann verschiedene Formen annehmen: Plastiktüten im See, Essensverpackungen auf der Wiese, PET-Flaschen im ÖV und Zigarettenstummel auf dem Boden. Es beeinträchtigt die Lebensqualität und das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum, führt zu erhöhten Kosten bei den Reinigungsdiensten und schadet dem Ruf eines Ortes. Auch wenn vergleichsweise kleine Mengen von Abfällen auf dem Boden liegen bleiben, so empfindet dies doch die Mehrheit der Bevölkerung als störend, so die Mitteilung weiter. Auch der Kanton Nidwalden ist von Littering nicht verschont.