NIDWALDEN: Sozialkosten: «Wer befiehlt, zahlt»

Der Kanton übernimmt die Kosten für die Massnahmen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. Ein Glücksfall für die Gemeinden.

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Für die Kesb zähle «Wer zahlt, befiehlt, beziehungsweise, wer befiehlt, zahlt», erklärt Ruedi Meyer, Vorsteher des Sozialamtes Nidwalden. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Für die Kesb zähle «Wer zahlt, befiehlt, beziehungsweise, wer befiehlt, zahlt», erklärt Ruedi Meyer, Vorsteher des Sozialamtes Nidwalden. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Jüngst schlugen die Gemeindepräsidenten in den Kantonen Zürich und Basel-Landschaft Alarm. Der Grund für ihren Unmut: Die Gemeinden müssen die Kosten für die Sozialmassnahmen berappen, welche die neu geschaffene, kantonale Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) anordnet. Anders in Nidwalden: Wenn die Kesb anordnet, dass der Familie ein Coach zur Seite gestellt wird oder ein Kind in ein Heim kommt, kommt der Kanton für die Kosten auf. «Es lag auf der Hand: Wenn man die Behörden zentralisiert, soll man auch die Kosten zentralisieren. Nach dem Grundsatz: Wer zahlt, befiehlt, beziehungsweise, wer befiehlt, zahlt», erklärt Ruedi Meyer, Vorsteher des Sozialamtes Nidwalden.

Die Nidwaldner Lösung scheint eine Ausnahme zu sein. So bezahlen im Kanton Luzern beispielsweise die Gemeinden sämtliche durch die Kesb angeordneten Massnahmen und beteiligen sich auch anteilsmässig an den Kosten der Kesb.

red