Nidwalden spart Brückenangebot ein

Der Nidwaldner Regierungsrat will das schulische Brückenangebot für Jugendliche mit Schulleistungen im mittleren bis hohen Leistungsbereich aufheben. Damit sollen 270'000 Franken eingespart werden.

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Blick in eine Klasse der Berufsschule Stans, welche das kombinierte Brückenangebot besucht. Im Bild Lehrerin Susanne Tobler. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Blick in eine Klasse der Berufsschule Stans, welche das kombinierte Brückenangebot besucht. Im Bild Lehrerin Susanne Tobler. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Brückenangebote sind nachobligatorischen Bildungsangebote zwischen der obligatorischen Schulzeit und der beruflichen Grundbildung oder einer weiterführenden Schule. Im Kanton Nidwalden sind dies das integrative Brückenangebot (IBA) für fremdsprachige Jugendliche, das kombinierte Brückenangebot (KBA) für Jugendliche mit Schulleistungen im tiefen bis mittleren Leistungsbereich und das schulische Brückenangebot (SBA) für Jugendliche mit Schulleistungen im mittleren bis hohen Leistungsbereich.

Schulisches Brückenangebot einsparen

Wie die Staatskanzlei Nidwalden am Mittwoch mitteilt, zeigt die Zahl der Schüler, welche das schulische Brückenangebot nutzen, einen abnehmenden Trend und so stünden die Kosten zunehmend in einem Missverhältnis zum Nutzen. Das SBA-Angebot werde derzeit von elf Jugendlichen besucht.

Der Regierungsrat hat deshalb beschlossen, die Brückenangebote auf praxis- und arbeitsweltbezogene Angebote für Jugendliche mit Schulleistungen im tiefen bis mittleren Leistungsbereich zu konzentrieren und hebt das schulische Brückenangebot SBA auf Ende des Schuljahres 2012/13 auf. Mit dieser Massnahme könnten die Kosten für den kantonalen Leistungsauftrag um 270'000 Franken verminder werden.

Aus Sicht des Regierungsrates, sei die Massnahme verantwortbar, da bei den Betroffenen in der Regel die intellektuellen Voraussetzungen für den Übertritt in die Berufs- und Arbeitswelt gegeben seien.

pd/bep