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NIDWALDEN: Stahlträger unterstützen die Brücke

Stahlträger verstärken an der Achereggbrücke die Gelenke zwischen den Brückenelementen. Die ersten werden montiert.
Martin Uebelhart
Der fast 8 Meter lange Stahlträger wird von einem Ponton aus unter die Brücke gezogen. (Bild: PD)

Der fast 8 Meter lange Stahlträger wird von einem Ponton aus unter die Brücke gezogen. (Bild: PD)

Rund 8 Meter lang und 8,5 Tonnen schwer ist der graue Stahlträger, der auf einem Ponton bereitliegt. Auf dem Wasser wird er unter die Achereggbrücke geschoben. Mittels hydraulischer Hebevorrichtungen wird der Träger durch Bohrlöcher unter die Brücke gezogen. «Es ist Millimeterarbeit, bis alles am richtigen Ort ist», sagt Niklaus Studer im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Bauingenieur ist beim Nidwaldner Tiefbauamt für die Kunstbauten zuständig und leitet das Sanierungsprojekt. Die Träger müssen auf vorbestimmten Punkten exakt aufliegen und werden dann mit Zugstangen, die durch die Bohrlöcher geschoben werden, fest mit dem Brückentisch verschraubt.

«Achillesferse der Brücke»

Die Träger entlasten die Gelenke zwischen den Brückenelementen. «Diese sogenannten Gerbergelenke sind die Achillesferse der Brücke», erklärt Studer. Sie seien dazu da, Deformationen und Verschiebungen der Brücke auszugleichen. «Bei den Zustandsuntersuchungen der Brücke haben wir festgestellt, dass die Gelenke in einem sehr schlechten Zustand sind», so Studer. Jahrzehntelang seien sie Salzwasser ausgesetzt gewesen, und dieses habe darüber hinaus die Armierungen angegriffen. Zudem habe die Brücke stets zunehmende Belastungen zu verkraften gehabt.

«Ohne die Sanierung wären die Armierungen und auch die Spannkabel weiter korrodiert», sagt Studer. Irgendwann wäre die Belastung zu gross geworden und hätte zum Versagen der Konstruktion und sogar zum Einsturz der Brücke geführt. «Mit den Stahlträgern sowie den zahlreichen weiteren Massnahmen ist die Brücke nun fit für die nächsten 50 Jahre», sagt Studer. Er freut sich, dass die Montage des ersten Trägers reibungslos geklappt hat.

Heute Mittwoch wird ein zweiter Stahlträger montiert. In der zweiten Sanierungsphase im kommenden Jahr folgen noch sechs weitere.

Seit Baubeginn im Frühling ist die Betonkonstruktion aufwendig saniert worden. Eine Beschichtung soll den Beton künftig von den Einflüssen aus Wasser und Luft schützen. Ein spezielles Sanierungssystem, bei dem an gewissen Stellen eine geringe Stromspannung an die Armierungen angelegt wird, verhindert zudem die weitere Korrosion des Eisens.

Erste Bauphase bis Ende Oktober

Die Sanierung der 1964 eröffneten Brücke kostet insgesamt gut 11 Millionen Franken. Die Kosten teilen sich der Bund, die Zentralbahn und der Kanton Nidwalden. Die erste Bauphase der Sanierung dauert noch bis Ende Oktober. Über den Winter wird die Brücke normal befahrbar sein. Von März bis Oktober 2016 erfolgt dann die Sanierung der Kantonsstrasse Richtung Stansstad und des Trassees der Zentralbahn.

Neben den beiden Hauptbauphasen werden zusätzlich fünf kleinere einwöchige Bauphasen genutzt, um die Provisorien zu erstellen respektive zu entfernen und die Unterführung und die beiden Trasseeabschnitte in Stand zu setzen.

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