NIDWALDEN: Stans im Gespräch für Ausschaffungsgefängnis

In Stans soll ein Gefängnis für Asylbewerber gebaut werden, die das Land verlassen müssen. Am Projekt beteiligen sich nicht nur die Zentralschweizer Kantone.

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In Stans könnte ein neues Gefängnis gebaut werden. (Symbolbild Neue LZ)

In Stans könnte ein neues Gefängnis gebaut werden. (Symbolbild Neue LZ)

Die Justizdirektoren der Kantone Luzern, Obwalden, Nidwalden, Zug, Uri, Schwyz, Bern, Aargau und Solothurn haben sich für den Bau von zwei neuen Gefängnissen entschieden. Das bestätigt Projektleiter Hans Peter Fricker gegenüber der SRF-Sendung «10vor10» vorab.

Eines der zwei neuen Ausschaffungsgefängnisse soll in Stans im Kanton Nidwalden gebaut werden. Die Nidwaldner Justizdirektorin Karin Kayser sagt dazu: «Wir sind sehr interessiert daran, ein solches Ausschaffungsgefängnis zu bauen. Wir erfüllen alle Auflagen des Bundes. Wir sind nahe an einer Autobahn, wir haben kurze Transportwege zu den Verfahrenszentren des Bundes und auch noch einen Flugplatz in der Nähe.» Ein zweites Ausschaffungsgefängnis soll im Raum Härkingen / Oftringen entstehen.

Die Baukosten für die beiden Gefängnisse belaufen sich auf 125 Millionen Franken. Der Bund hat bereits zugesichert, 75 Prozent dieser Kosten zu übernehmen. Die restlichen rund 30 Millionen Franken werden zwischen den neun Kantonen aufgeteilt. Die Gefängnisse sollen Platz für insgesamt rund 250 Ausschaffungshäftlinge bieten. Die Eröffnung ist in fünf Jahren geplant.

Die zusätzlichen Administrativhaftplätze sind Teil der Neustrukturierung im Asylwesen. Mit der Schaffung von neuen Bundeszentren sollen die Asylverfahren beschleunigt werden. Um Asylbewerberinnen und -bewerber mit einem negativen Entscheid rasch ausschaffen zu können, braucht es zusätzliche Haftplätze.

red