NIDWALDEN: Stans West bleibt eine Knacknuss

Soll Stans West als künftiges Arbeits- und Wohnentwicklungsgebiet in den Richtplan. Die Regierung warnt vor einer Streichung.

Oliver Mattmann
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Die ursprüngliche Idee: Im Raum Bitzi (mit roter Linie umrahmt) sollte laut Agglomerationsporgramm Nidwalden das Projekt Stans West mit neuem Wohn- und Büroraum sowie neuer Zentralbahn-Haltestelle ins Auge gefasst werden. (Bild: pd)

Die ursprüngliche Idee: Im Raum Bitzi (mit roter Linie umrahmt) sollte laut Agglomerationsporgramm Nidwalden das Projekt Stans West mit neuem Wohn- und Büroraum sowie neuer Zentralbahn-Haltestelle ins Auge gefasst werden. (Bild: pd)

Als der Regierungsrat vor geraumer Zeit bekannt gab, im Gebiet Bitzi in Stans einen neuen Entwicklungsschwerpunkt für Wohnhäuser und Gewerbe vorzusehen, horchten einige Bürger auf. Bestes Land würde überbaut und zerstückelt, Befürchtungen wurden geäussert, das Verkehrsproblem durch Stans werde mit der vorgesehenen Strasse nicht gelöst, sondern nur verlagert. Auch wurden Stimmen laut, im Hauptort solle zuerst verdichtetes Bauen angestrebt werden, um dem Bevölkerungszuwachs zu begegnen. In diese Richtung zielt auch die Stellungnahme der Gemeinde Stans zum überarbeiteten Richtplan, der am Mittwoch dem Landrat vorgelegt wird. Die Entwicklung soll vorwiegend mit dem Schliessen von Baulücken erfolgen, ohne weitere periphere Landflächen zu beanspruchen. Ein Durchzwängen von Stans West sei zum jetzigen Zeitpunkt politisch nicht realistisch.

Verdichtung statt neuer Gebiete

Diese Ansicht wird von der landrätlichen Kommission für Bau, Planung, Landwirtschaft und Umwelt (BUL) geteilt. «Der Bevölkerungszunahme in Stans ist mittels innerer Verdichtung und nicht durch neue Baugebiete zu begegnen», steht in ihrem Mitbericht. Eine Mehrheit der Kommission fordert sogar, Stans West vorderhand aus dem Richtplan zu streichen. Der Regierungsrat dagegen warnt vor diesem Schritt.