NIDWALDEN: Stanser Abwasser soll getrennt werden

Nun geht auch Stans neue Wege in der Abwasserentsorgung. Zur Grossbaustelle werde die Gemeinde aber deswegen nicht.

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Getrenntes Abwasser entlastet auch die ARA Rotzwinkel in Stansstad. Im Bild der stellvertretende Betriebsleiter Eugen Achermann. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Getrenntes Abwasser entlastet auch die ARA Rotzwinkel in Stansstad. Im Bild der stellvertretende Betriebsleiter Eugen Achermann. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Unverschmutztes Abwasser, also zum Beispiel Regenwasser, Sickerwasser und Quellwasser, soll nicht mehr mit dem Schmutzwasser vermischt werden. Ansonsten muss es aufwändig in der Abwasserreinigungsanlage ARA wieder gereinigt werden oder mittels Regenentlastung (Mischwasser) in ein Gewässer abgegeben werden.

Nun kommt die Gemeinde der heutigen Gesetzgebung von Bund und Kantonen nach. Diese schreibt nämlich vor, nicht verschmutztes Abwasser vor Ort versickern zu lassen oder, wenn nicht möglich, in ein oberirdisches Gewässer einzuleiten. Das verschmutzte Abwasser muss nach wie vor der ARA zugeleitet werden.

Entwässerungsplan liegt vor
Nun hat die Nidwaldner Regierung den Entwässerungsplan von Stans genehmigt. Für rund 580'000 Franken liess die Gemeinde Stans in den letzten 10 Jahren diesen Entwässerungsplan ausarbeiten. Der Kanton beteiligt sich mit knapp 200'000 Franken, der Bund mit 115'000 Franken. Mit dem generellen Entwässerungsplan (GEP) legt die Gemeinde fest, nach welchem System die gesamte Entsorgung des verschmutzten und unverschmutzten Abwassers zu erfolgen hat.

Der Kanton genehmigte nun den GEP in Stans als entwässerungstechnisch bedeutendste Nidwaldner Gemeinde. Die erste Gemeinde mit einem GEP war 2001 Hergiswil. Derjenige von Wolfenschiessen wird Ende 2008 fertiggestellt. Damit haben Ende Jahr alle Gemeinden ihren GEP erstellt und vom Kanton genehmigt erhalten, wie Gérald Richner vom kantonalen Amt für Umwelt auf Anfrage sagte.

«Heute schon werden in Stans etwa 60 Prozent der Gebiete bereits im Trennsystem entwässert», sagt Markus Minder, Leiter des Bauamtes Stans. Seit 1991 wird bei Neuanlagen, Erneuerungen und Sanierungen das Trennsystem angewendet, so, wie es das Gewässerschutzgesetz des Bundes von 1991 vorschreibt. Nach der Umsetzung des GEP werden praktisch alle Flächen im Trennsystem entwässert werden. Minder rechnet damit, dass dies in 20 Jahren der Fall sein wird. Die Gesamtkosten für den Entwässerungsplan werden auf rund 16,5 Millionen Franken veranschlagt.

Matthias Piazza

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.