Nidwalden stellt sich demografischem Wandel

Der Kanton Nidwalden will die Bevölkerung auf den demografischen Wandel vorbereiten. Ende September wird das 2009 gestartete Projekt Demochange abgeschlossen. Drei Projektideen wurden priorisiert und werden nun weiterentwickelt.

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Der Anteil an älteren Personen nimmt auch im Kanton Nidwalden stetig zu. (Bild: Keystone)

Der Anteil an älteren Personen nimmt auch im Kanton Nidwalden stetig zu. (Bild: Keystone)

In den Regionen des Alpenraumes erwartet man in den nächsten Jahrzehnten markante demografische Veränderungen. Jüngere Jahrgänge werden stetig abnehmen, während der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung steigt.

Mit dem Projekt Demochange beteiligt sich Nidwalden laut Medienmitteilung der Volkswirtschaftsdirektion vom Donnerstag am Alpine Space Programme der EU. Dieses erörtert die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Raumplanung und Regionalentwicklung in zehn Modellregionen in fünf Alpenländern.

Mehrere Arbeitsgruppen haben sich in Nidwalden mit Projektideen für die Bereiche Tourismus und Wirtschaft, Landwirtschaft sowie Soziales und Gesundheit entwickelt. Drei Projektideen wurden unter der Leitung der Abteilung Soziale Arbeit der Hochschule Luzern priorisiert und weiterentwickelt.

Drei Projekte

Für das Projekt «Altes Wissen neu beleben» haben der Verein Tourismus Maria-Rickenbach, die Luftseilbahn Dallenwil- Niederrickenbach und das Frauenkloster Maria-Rickenbach die Verantwortung übernommen. Geplant ist, die Kenntnisse der Klosterfrauen mittels Kursen weiterzugeben.

«Der Natur und Kultur auf der Spur» ist ein Projekt der Pro Senectute Nidwalden, bei der pensioniere Personen junge Menschen auf Exkursionen begleiten und ihnen Berg- und Pflanzenwelt, Kulturdenkmäler und Alpwirtschaft näher bringen.

Mit dem Projekt «Wohnen mit Zukunft - Von der Familienwohnung zum Cluster» sollen altersdurchmischte Wohnformen gefördert werden. Dazu soll der Verein Wohnwandel gegründet werden. Angestrebt wird die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum sowie Nachbarschaftshilfe und soziale Vernetzung.

Die Nidwaldner Regierung hat nun eine Arbeitsgruppe einberufen, damit man die angestrebten Zeile nach Abschluss von Demochange nicht aus den Augen verliert und die ausgewählten Projekte weiterhin administrativ unterstützt werden können.

sda