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Nidwalden streicht Typisches hervor

«Touristiker und Kulturveranstalter sollten mehr miteinander reden.» Dies war die Botschaft von Stefan Zollinger am zweiten Nidwaldner Tourismusforum auf der Klewenalp.
Kurt Liembd
Peter Wyss (rechts), Projektleiter der Imagebroschüre «NW Guide», überreicht das erste Exemplar an Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger. (Bild: Kurt Liembd, Klewenalp, 23. Mai 2019)

Peter Wyss (rechts), Projektleiter der Imagebroschüre «NW Guide», überreicht das erste Exemplar an Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger. (Bild: Kurt Liembd, Klewenalp, 23. Mai 2019)

«Tourismus ist sehr wichtig für Nidwalden und zwar für verschiedenste Branchen», sagte Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger in seiner Begrüssung zum 2. Tourismusforum, das auf der Klewenalp stattfand. Rund 60 Tourismusfachleute aus verschiedenen Bereichen trafen sich zu diesem Austausch unter dem Arbeitstitel «Premium statt Massentourismus». Dabei ging es weniger darum, wie man den Tourismus quantitativ, sondern primär qualitativ steigern kann.

Mit Tourismus verbindet man gemeinhin Berge, Seen und schöne Landschaften oder Wandern, Velofahren und Gastronomie. Aber nur wenige denken bei Tourismus zuerst an Kultur, Brauchtum oder Traditionen. Zumindest nicht in Nidwalden, wo der Kulturtourismus nicht sehr ausgeprägt ist. Es war ein gelungener Schachzug, dafür Stefan Zollinger einzuladen. Zollinger ist Vorsteher des Amtes für Kultur und Leiter des Nidwaldner Museums.

Vielfältige Anziehungspunkte statt Leuchttürme

In seinem Referat sprach er interessante Aspekte aus seiner Warte an und gab den Touristikern auch wertvolle Ratschläge auf den Weg. Zum Stichwort Kulturtourismus sagte Zollinger, dass man darunter meist die grossen Leuchttürme wie Louvre, Metropolitan Opera, KKL oder Verkehrshaus verstehe. «Diese Grössenordnung haben wir in Nidwalden nicht – aber auch nicht diese Menge an Touristen», so Zollinger. Deshalb passe ihm der Titel der Veranstaltung («Premium statt Massentourismus») ausgezeichnet auf Nidwalden bezogen. In der Tat gibt es eine grosse Vielfalt an kulturellen Anziehungspunkten wie Kultur- und Sakrallandschaften, lebendige Traditionen mit vielseitigem Brauchtum und ein riesiges Angebot an Kulturveranstaltern – von der Glasi Hergiswil über das Chäslager Stans, die Ermitage Beckenried, die Sust Stansstad bis zu Konzerten aller Art. Nicht zu vergessen ist die Theaterkultur in Nidwalden, für Zollinger «schweizweit die lebendigste Theaterlandschaft». Sein Wunsch an die Touristiker: «Kulturveranstalter und Touristiker sollten mehr miteinander reden und sich besser vernetzen». Einen konkreten Beitrag dazu leistete er gleich selbst, indem er auf den Nidwaldner Museumstag vom Samstag, 24. August, hinwies.

Strategiewechsel auf Wirzweli

Anna Hartmann von Luzern Tourismus stellte in einem spannenden Referat die Qualitätsstrategie von Luzern Tourismus dar. Ihr Credo: «Der Gast soll im Zentrum stehen.» In einem weiteren Referat von Julianna Priskin von der Hochschule Luzern ging es um die nachhaltige Entwicklung im Tourismus.

Hanny Odermatt, Geschäftsführerin der Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli, zeigte auf eindrückliche Art, wie sie die Strategieumstellung auf dem Wirzweli bewältigt. Konkret heisst dies, wie sich das Wirzweli zunehmend vom Skitourismus verabschiedet und vermehrt auf Sommertourismus setzt. Einer ihrer klaren Gründe dafür: «Der Klimawandel findet statt.» Die Anzahl der Skitage sei in den letzten Jahren von rund 110 auf heute noch 40 gesunken, so Hanny Odermatt. Doch sie blickt positiv in die Zukunft und sagt: «Eine Veränderung ist immer auch eine Chance für eine Neupositionierung».

Moderatorin Danja Spichtig von Radio Central gelang es, den Teilnehmern spannende Antworten auf Fragen zu entlocken. So etwa dazu, wie sich die Tausenden von chinesischen Touristen mit dem Qualitätslabel «Premium» vertragen. Josef Lussi, Präsident von Nidwalden Tourismus, bezeichnete in seinem Dank das Tourismusforum als «Riesen-Erlebnis». Dazu gehörten auch die originellen Videobotschaften über attraktive Orte Nidwaldens.

Der Kanton in nur acht Bildern

Ein weiteres Erlebnis war die Vorstellung der Imagebroschüre «NW Guide». «So etwas gab es in dieser Form noch nie», schwärmte Projektleiter Peter Wyss. Nur acht Bilder umfasst die zeitlose Broschüre. Dafür erfährt man in wenigen Worten fast alles über das Innenleben und das Typische Nidwaldens.

Die Broschüre «NW Guide» ist gratis erhältlich bei Bahnen, Hotels und Tourismusstellen.

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