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Nidwalden sucht 50 Ersthelfer für den Ernstfall

Das erfolgreiche Luzerner Erste-Hilfe-System bei Herz-Kreislauf-Stillständen gibt es ab Januar auch in Nidwalden. Die sogenannten First Responder werden per App alarmiert.
Franziska Herger
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. (Symbolbild: Chris Iseli)

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. (Symbolbild: Chris Iseli)

Das vor wenigen Monaten gestartete Luzerner Netzwerk von freiwilligen Ersthelfern, sogenannten First Respondern, wird ausgeweitet auf die Kantone Nidwalden und Uri. Dies teilten die drei Kantone und ihre Spitäler am Mittwoch mit.

First Responder sind medizinisch ausgebildete Laienhelfer, die bei Notfällen vor den Profis vor Ort sind. Sie bilden ein neues Glied in der Rettungskette und leisteten einen wichtigen Beitrag für das Überleben der Patienten, so die Mitteilung weiter. Denn bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sinkt die Chance für eine erfolgreiche Wiederbelebung mit jeder zusätzlichen Minute, in der eine betroffene Person unversorgt bleibt, um rund 10 Prozent.

«Wir erachten das System als wegweisend»

Mit einem funktionierenden First-Responder-System kann die Überlebenschance bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand dagegen von weniger als 10 auf rund 50 Prozent erhöht werden. Die First Responder werden über eine App alarmiert, die bereits in anderen Kantonen im Einsatz ist, etwa in Bern und im Tessin.

Im Kanton Nidwalden solle das neue System voraussichtlich im Januar 2020 eingeführt werden, sagt Urs Baumberger, Direktor des Nidwaldner Kantonsspitals, auf Anfrage. Die Kosten pro Jahr betragen gesamthaft rund 15 000 Franken, zuzüglich Kosten für die Informationsveranstaltungen.

Der Spitaldirektor hält fest: «Wir erachten das Luzerner System als wegweisend und schliessen uns gerne an.» Das Ziel sei, im ersten Jahr mindestens 50 Ersthelfer zu verpflichten. «Für uns ist aber auch die Verteilung wichtig. Es nützt nichts, wenn alle First Responder in Stans wohnen und keiner in Emmetten», führt Urs Baumberger aus.

Interessierte brauchen Zertifikat und Smartphone

Um genügend Helferinnen und Helfer zu rekrutieren, werden in den beteiligten Kantonen laufend Informationsveranstaltungen durchgeführt. Ein First Responder muss sich für Notfalleinsätze zur Verfügung stellen, das 18. Lebensjahr vollendet haben, ein Smartphone besitzen und eine zweistündige Informationsveranstaltung besucht haben. Als fachliche Qualifikation ist eine zertifizierte Ersthelfer-Ausbildung bei Herz-Kreislauf-Stillstand erforderlich.

Die Informationsveranstaltung in Nidwalden findet am Donnerstag, 12. Dezember um 19 Uhr im 5. Stock des Kantonsspitals in Stans statt. Weitere Infos finden Sie unter: firstresponderzentralschweiz.ch

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