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NIDWALDEN: Teddybär 1-4 ruft freiwillige Fahrer

Seit bald 20 Jahren bringt Teddybär 1-4 Autolenker samt Fahrzeug sicher vom Ausgang nach Hause. Der Gratisdienst leidet aktuell an einem Mangel an freiwilligen Fahrern und wäre froh um neue Mitglieder.
Franz Odermatt
Präsident Robert Doggwiler und Fahrerin Elisabeth Aschwanden suchen ehrenamtliche Helfer. (Bild: Franz Odermatt (Oberdorf, 13. Oktober 2017))

Präsident Robert Doggwiler und Fahrerin Elisabeth Aschwanden suchen ehrenamtliche Helfer. (Bild: Franz Odermatt (Oberdorf, 13. Oktober 2017))

Franz Odermatt

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

Das Wochenende bietet die klassischen Situationen: Man feiert Geburtstag, ist Gast an einem Polterabend oder erlebt einen anderen geselligen Anlass. Es ist gemütlich, Alkohol fliesst, irgendwann muss man sich entscheiden, ob man noch ans Steuer soll. Ein Entscheid, der nicht immer leicht fällt. «Genau für diese Situation sind wir jeden Freitag und Samstag in Teams von jeweils zwei Fahrern unterwegs und bringen den Fahrer samt Auto nach Hause», sagt «Teddybär»-Fahrerin und Vorstandsmitglied Elisabeth Aschwanen aus Stansstad.

Das Ziel des Vereins Teddybär 1-4 ist seit der Gründung unverändert: fahruntaugliche Autolenker sicher nach Hause zu bringen. Präsident Robert Doggwiler, Buochs, sagt dazu: «Wenn das Fahrvermögen reduziert ist, egal aus welchen Gründen auch immer, erhöht sich die Unfallgefahr massiv.» Ihr Dienst sei ein Beitrag an die Verkehrssicherheit.

Nächstes Jahr feiert der Verein seinen 20. Geburtstag. Doch laut Doggwiler und Aschwanden ist er nach wie vor nicht allen im Kanton bekannt. In den vergangenen Jahren haben die «Teddybär»-Fahrer durchschnittlich pro Wochenende 7 bis 15 Personen nach Hause gefahren. Besonders häufig sind Einsätze an Daten mit Wald- und Wiesenfesten nötig und noch mehr über die Weihnachts- und Neujahrstage. Robert Doggwiler: «Dank zuverlässiger Präsenz an jedem Wochenende schätzen uns die Kunden zwischen 22.30 und morgens 4 Uhr. Wir bemühen uns, in unserem Rayon Ob- und Nidwalden sowie Stadt Luzern und Agglomeration die Kunden freundlich und zuvorkommend mit ihrem Auto nach Hause zu fahren.»

Ältere Kunden sind realistischer

Geholfen wird allen Altersgruppen. Es seien mehr Junge zwischen 18 und 40 Jahren als Pensionierte, die den Dienst beanspruchen. Elisabeth Aschwanden sagt: «Je älter die Person, desto besser kann sie die potenzielle Unfallgefahr abschätzen und ruft den Teddybär 1-4, denn auf die eigene Fahrt zu verzichten, verlangt grosse Disziplin,» weiss Aschwanden aus ihrer langjährigen Erfahrung als Fahrerin. «Weil wir keine kostspielige Einsatzzentrale haben, fahren wir in der Reihenfolge der Anrufe», sagt Präsident Doggwiler. «Weil wir mit ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern ‹arbeiten›, können wir unseren Dienst grundsätzlich gratis anbieten. Selbstverständlich hilft uns jeder Unkostenbeitrag, die Vereinskosten zu decken.» Trinkgelder und gelegentliche Spenden finanzieren die Vereinsauslagen, insbesondere die Versicherungsprämien, «damit unsere Fahrer und die Fahrzeuge während eines Einsatzes optimal versichert sind». Das Angebot von Teddybär 1-4 unterscheidet sich in einem wichtigen Punkt von jenem der Taxis oder des öffentlichen Verkehrs: Diese bringen «nur» Frau und Mann nach Hause, das Fahrzeug muss stehen bleiben.

Ehrenamtliche Fahrer sind gefragt

«Leider fehlen uns gegenwärtig ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer. Innerhalb der ungefähr 20-köpfigen Helfergruppe pflegen wir eine schöne und wertvolle Kameradschaft. Gemütliches Beisammensein und der Gedankenaustausch dürfen ebenfalls nicht fehlen», betont Robert Doggwiler. Als kleiner «Lohn» werden die ehrenamtlichen Fahrer jeweils zur Vereinsversammlung mit Gratis-Nachtessen eingeladen. Zusätzlich veranstaltet der Verein für Fahrer und ihre Partner bei den monatlichen Termineinteilungen gemütliche Grillabende. «Wir besitzen ein Clublokal an zentraler Lage, um an der Wärme die Wartezeiten zu verkürzen und gelegentlich Terminsitzungen abzuhalten», sagt Doggwiler.

Wer den Verein finanziell unterstützen will, ist schon mit einem Fünfliber Mitgliederbeitrag pro Jahr dabei. «Der Beitrag ist bewusst tief gehalten, sodass er kein Haushaltsbudget über den Haufen wirft», sagt Doggwiler. Interessenten seien auch jederzeit zu Schnupperabenden willkommen. Man nutze auch gerne Gelegenheiten, um aufzuzeigen, welche Folgen Fahren in untüchtigem Zustand haben könne.

Hinweis

Wer sich angesprochen fühlt als Fahrer oder Vereinsmitglied, kann sich über info@teddybär1-4.ch oder persönlich bei Präsident Robert Doggwiler melden unter Telefon 079 283 67 37. Weitere Infos auf www.teddybaer1-4.ch. Der «Teddybär»-Dienst ist erreichbar unter der Nummer 079 277 13 00.

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