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NIDWALDEN: Tourismusgesetz kurz vor Durchbruch

Im x-ten Anlauf scheints zu klappen. Das Tourismusförderungsgesetz ist in trockenen Tüchern. Auch wenn Wünsche offenbleiben.
Das Tourismusgesetz soll mehr Gäste in die Region bringen. Blick vom Buochserhorn nach Stans und Stansstad. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Das Tourismusgesetz soll mehr Gäste in die Region bringen. Blick vom Buochserhorn nach Stans und Stansstad. (Bild: Markus von Rotz / Neue NZ)

Die Mühe scheint sich gelohnt zu haben. Nachdem die Regierung wegen der negativen Reaktionen in der letztjährigen Vernehmlassung einen Marschhalt einlegte und nochmals über die Bücher ging, scheint der überarbeitete Entwurf des neuen Tourismusförderungsgesetzes auf breite Akzeptanz zu stossen. «Von den 43 Vernehmlassungsteilnehmern unterstützen 40 den Entwurf grundsätzlich», sagt Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger.

Zur Arbeitsgruppe, die am Entwurf feilte, gehörten nebst der Volkswirtschaftsdirektion auch Urs Emmenegger, Präsident von Gastro Nidwalden, Jürg Balsiger, Direktor der Stanserhornbahnen, Josef Lussi, Präsident von Nidwalden Tourismus, und Sepp Odermatt, Geschäftsführer der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG.

Alle Wünsche konnten allerdings nicht erfüllt werden. So wird an der Höhe des Kantonsbeitrages nicht geschraubt. Er beträgt 50 Prozent der Summe der Abgaben, höchstens jedoch 300 000 Franken pro Jahr. Grundlage bilden die kantonalen und kommunalen Abgaben sowie allfällige Beiträge der Steuermittel. Der Betrag wurde in der Vernehmlassung als zu tief kritisiert.

Damit stehe der Kanton nur minimal zum Tourismus, hielten damals etwa die Tourismusvereine Emmetten, Beckenried-Klewenalp und Buochs-Ennetbürgen in ihrer gemeinsamen Stellungnahme im Rahmen des Vereins Region Klewenalp fest. «Verschiedene Seiten wünschten einen höheren Betrag», bestätigt Othmar Filliger. «Schliesslich konnten wir sie überzeugen, dass der Kanton in Zeiten des Spardrucks nicht mehr bezahlen kann».

Föderaler Ansatz stiess auf Anklang

Auf Zustimmung sei auch der föderale Ansatz gestossen mit einer klaren Aufteilung der Aufgaben zwischen Kanton und Gemeinden, demnach die Gemeinden die Förderung des Tourismus zu einem grossen Teil selber gestalten können. Die kantonale Tourismusorganisation koordiniert die verschiedenen Anliegen der unterschiedlichen Anspruchsgruppen in Nidwalden, sorgt für das Basismarketing und einen einwandfreien Informationsfluss gegenüber übergeordneten Tourismusorganisationen wie Luzern Tourismus.

Aufgrund der Rückmeldungen aus der Vernehmlassung wurde der Entwurf in einigen Punkten angepasst. So wird der minimale Abgabefuss von 0 auf 40 Prozent für sämtliche Gemeinden erhöht. «Damit wollen wir Trittbrettfahrer verhindern. Denn alle Gemeinden profitieren von den Leistungen der Tourismusförderung, also sollen sich alle minimal beteiligen», hält Othmar Filliger fest.

Mehr Gäste dank Zusammenarbeit

Und eine weitere Anpassung: Die Gastwirtschaftsbetriebe werden nicht nach ihrer Abhängigkeit vom Tourismus eingeteilt. Diese Abstufung sei von den Befragten stark kritisiert worden, weil es schwierig sei, die Betriebe in die entsprechenden Kategorien zuzuteilen. «Mit dem neuen Gesetz stärken wir die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen touristischen Leistungserbringern wie Bergbahnen, Hotels und Restaurants», unterstreicht Othmar Filliger. Damit erhalte der Gast ein Erlebnis, das nicht eine Bergbahn alleine erbringen könne. «Die Entwicklung gemeinsamer Angebote und die gemeinsame Vermarkung bringen mehr Gäste, eine bessere Wertschöpfung und schaffen Arbeitsplätze.»

Bevor das Geschäft in den Landrat kommt, behandeln im Oktober die landrätlichen Kommissionen das Gesetz, das am 1. Januar 2017 in Kraft treten soll.

Matthias Piazza

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